Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.
ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Arbeitspflicht für Asylberechtigte

Bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne notwendig – keine Zwangsarbeit

Sozialministerin Beate Hartinger-Klein will eine Arbeitspflicht für Asylberechtigte ohne Job. Eingesetzt werden sollen sie als Erntehelfer oder im forstwirtschaftlichen Bereich, wie sie in der Kärntner „Krone“ erklärt. Für Rainer Wimmer, Vorsitzender der Gewerkschaft PRO-GE, ist das ein absolutes No-Go. „Eine bestimmte Gruppe von Menschen zur Zwangsarbeit zu verpflichten, um einen Arbeitskräftemangel zu bekämpfen, ist klar menschenverachtend.“ Er fordert den sofortigen Rücktritt der Sozialministerin.

ErntehelferInnenmangel ist hausgemacht

Die PRO-GE unterstützt seit Jahren ErntehelferInnen und die Erfahrungen zeigen, dass es oftmals gravierende Missstände bei den Arbeitsbedingungen gibt. Die Löhne sind niedrig, Überstunden werden nicht bezahlt und die Unterbringung ist häufig fragwürdig. Daher ist es aus Sicht der Gewerkschaft auch mehr als verständlich, dass in diesem Bereich Arbeitskräfte fehlen. Anstatt sich für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne einzusetzen, will Hartinger-Klein in diesem Bereich Zwangsarbeit einführen. „Diese unsoziale Politik ist bestürzend und klar arbeitnehmerfeindlich“, so Wimmer.

Erntehelfer berichtet, PRO-GE hilft

"Die Gewerkschaft hat dem Chef einen Brief geschrieben, mit freundlichen Grüßen, und ihn aufgefordert zu zahlen.“ Augenzwinkernd erzählt Andrei Oancea in einem Videoclip der Sezonieri-Kampgane für die Rechte der ErnerhelferInnen in Österreich, wie er zu seinem Recht gekommen ist. Oancea war Erntehelfer in einem großen Gemüsebaubetrieb im Tiroler Inntal. Nach vier Jahren Ausbeutung mit einem Lohn von nur 3,80 Euro pro Stunde wandte er sich an die Produktionsgewerkschaft  - mit Erfolg. Der Betrieb musste mehr als 12.000 Euro nachzahlen. In der Sezonieri-Kampgane informiert die PRO-GE – gemeinsam mit AktivistInnen und NGOs – ErntehelferInnen in verschiedenen Sprachen über ihre Rechte und unterstützt sie bei deren Durchsetzung.


Mehr Informationen:
Kampagne für die Rechte der ErntehelferInnen in Österreich
PRO-GE

Youtube
Facebook
Flickr
Protestmarsch der Beschäftigten im privaten Sozial- und Gesundheitsbereich
Kontakt

Wir sind für Sie da

Österreichischer Gewerkschaftsbund

Johann-Böhm-Platz 1
A- 1020 Wien
E-Mail: oegb@oegb.at

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

ÖGB Newsletter

Hier erhalten Sie wöchentlich die wichtigsten Informationen des ÖGB zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Berichte, Veranstaltungstipps und vieles mehr.
Geschlecht
Geschlecht:
Name
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt