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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

ÖGB fordert Überstunden-Euro

43 Mio. Über- und Mehrstunden wurden 2018 weder bezahlt noch mit Zeitausglich abgegolten

Vergangenes Jahr sind 43 Millionen Mehr- und Überstunden weder bezahlt noch mit Zeitausgleich abgegolten worden. Das zeigen die neuesten Daten der Statistik Austria. Insgesamt wurde jede 6. Mehr – und Überstunde nicht bezahlt. Das entspricht der „Gratis-Arbeit“ von rund 25.000 Vollzeitbeschäftigten, wie die Arbeiterkammer (AK) in einer Aussendung festhält. Der ÖGB fordert daher einen zusätzlichen Arbeitgeber-Betrag von einem Euro pro Überstunde. Dieser soll jeweils zur Hälfte ans AMS und ins Gesundheitssystem fließen, denn genau dort entstehen durch übermäßige Überstunden erhebliche Mehrkosten.

6.300 Euro an Überstunden nachbezahlt

Wie wichtig es wäre, die Überstunden für Arbeitgeber teurer zu machen, zeigt ein aktueller AK-Rechtsfall. Frau P. arbeitete als Assistentin der Geschäftsführung regelmäßig mehr als zehn Stunden pro Tag, teilweise sogar mehr als 12 Stunden und bis Mitternacht. Anders war das Arbeitspensum nicht zu schaffen. Ihre Zustimmung zur 12-Stunden-Arbeit wurde nie eingeholt. Obwohl sie mehrmals die Bezahlung der offenen Überstunden einforderte, hieß es immer „Im Sommer, wenn weniger zu tun ist, gibt es Zeitausgleich.“. Mit Hilfe der AK forderte sie 193 offene Überstunden ein. Erst einen Tag vor dem Gerichtstermin ging der Arbeitgeber auf das Vergleichsangebot ein und zahlte knapp 6.300 Euro an offenen Überstunden.

Von kürzeren Arbeitszeiten profitieren alle

Während viele ArbeitnehmerInnen durch überlange Arbeitszeiten belastet sind, finden andere – besonders Frauen – mit Teilzeitbeschäftigung und geringfügiger Beschäftigung kein finanzielles Auskommen. Eine bessere Verteilung der Arbeitszeit ist daher dringend notwendig. Beispiele aus skandinavischen Betrieben zeigen, dass eine Arbeitszeitverkürzung – bei vollem Lohnausgleich – nicht nur zu einem Anstieg der Arbeitszufriedenheit und zu weniger Krankenständen, sondern auch zu einem Produktivitätszuwachs führt.

Auch in Österreich gibt es Unternehmen, die für kürzere Arbeitszeiten entschieden haben. Das oberösterreichische Unternehmen eMagnetix etwa hat schrittweise die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich eingeführt. Dadurch wurde die kleine Firma auch für Fachkräfte attraktiv, inzwischen zählt eMagnetix 30 statt 15 MitarbeiterInnen – ein Wachstum auf das Doppelte innerhalb von nur eineinhalb Jahren. 

Mehr Informationen:
Wir sind keine Roboter
AK-Arbeitszeitkalender

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Protestmarsch der Beschäftigten im privaten Sozial- und Gesundheitsbereich
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