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4-Tage-Woche erkämpft

Gewerkschaften erfolgreich bei KV-Verhandlungen im Handel und Bau

Die Bundesregierung hat die Einführung des „freiwilligen“ 12-Stunden-Arbeitstages mit mehr Arbeitszeitflexibilität und der Möglichkeit einer 4-Tage-Woche gerechtfertigt. Doch einen Rechtsanspruch, wie vom ÖGB gefordert, gibt es nach wie vor nicht. Daher haben sich die Gewerkschaften zum Ziel gesetzt, die 4-Tage-Woche in den Kollektivverträgen zu verankern.

Handel und Baugewerbe als Vorreiter

In den KV-Verhandlungen für den Handel und das Baugewerbe konnte die 4-Tage-Woche bereits erfolgreich durchgesetzt werden. Für die 400.000 Beschäftigten im Handel und die 100.000 Beschäftigten am Bau ist die 4-Tage-Woche, außer bei Gefährdung von Betriebsabläufen, möglich. Dazu muss ein schriftlicher Antrag beim Arbeitgeber eingereicht werden, der die tägliche maximale Arbeitszeit auf 10 Stunden ausdehnen und die Wochenarbeitszeit auf vier oder weniger Tage verteilen kann. Das neue Arbeitszeitmodell wird laut Gewerkschaften GPA-djp und Bau-Holz von den Beschäftigten gut angenommen und soll auch in anderen Branchen Schule machen.

MitarbeiterInnen sind zufriedener und leisten bessere Arbeit

In der Realität zeigt sich, dass Beschäftigte in Unternehmen mit 4-Tage-Woche motivierter und produktiver arbeiten. Das wirkt sich sowohl auf die Gesundheit, als auch auf den Unternehmensgewinn positiv aus. Die Arbeitszufriedenheit steigt und der Stress sowie die Krankenstände sinken. Statt ständigem Zeitdruck gibt es mehr Lebensqualität. Familien und speziell Frauen, die zusätzlich immer noch den überwiegenden Teil der unbezahlten Familien- und Hausarbeit leisten, werden dadurch ebenfalls entlastet.

Dass sich eine Arbeitszeitverkürzung rechnet, bestätigt sich auch im oberösterreichischen Unternehmen eMagnetix, das die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich eingeführt hat. Dadurch wurde die kleine Firma für Fachkräfte attraktiv, inzwischen zählt eMagnetix 30 statt 15 MitarbeiterInnen – ein Wachstum auf das Doppelte innerhalb von nur eineinhalb Jahren.

Arbeitszeitverkürzung statt noch mehr Belastung für ArbeitnehmerInnen

Arbeitszeitverkürzung ist eine langjährige Forderung des ÖGB. Österreich liegt in punkto Arbeitszeit im EU-Vergleich ohnehin im Spitzenfeld. Allein im Jahr 2018 wurden rund 43 Mio. der von ÖsterreicherInnen geleisteten Über- und Mehrstunden weder bezahlt noch mit Zeitausgleich abgegolten. Mit der Einführung des „freiwilligen“ 12-Stunden-Tages bzw. der 60-Stunden-Woche wurde die Arbeitszeit weiter erhöht, statt die ArbeitnehmerInnen zu entlasten.

Erkrankungen durch arbeitsbedingte psychische oder physische Belastungen und daraus resultierende Krankenstände kosten den Staat jährlich Milliarden. Durch Investitionen in bessere Arbeitsbedingungen können viele Erkrankungen vermieden und Geld gespart werden.

Mehr Informationen:
4-Tage-Woche in Österreich?
Magazin Arbeit & Wirtschaft: Wir sind keine Roboter (eMagnetix)

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Protestmarsch der Beschäftigten im privaten Sozial- und Gesundheitsbereich
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