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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Karfreitag nicht frei

Kaum jemand nimmt den „persönlichen Feiertag“ in Anspruch – vor allem, weil dafür ein Urlaubstag draufgeht

Diese Woche ist Karfreitag. Der ist heuer erstmals seit Jahrzehnten kein Feiertag mehr. Alle, auch evangelische und altkatholische Christen, die bisher frei hatten, müssen Dank einer neuen Regelung nun rechtzeitig vorher einen „persönlichen Feiertag“ beantragen – und dafür einen Urlaubstag verbrauchen. Mehr Info zum „persönlichen Feiertag“

Wenig Nachfrage nach „Feiertag“, der einen Urlaubstag kostet

Wird die neue Regelung angenommen? Eher nicht, ergeben Recherchen einiger Medien. Ein Beispiel aus der Kleinen Zeitung: In den steirischen Kages-Spitälern nahmen von landesweit immerhin 19.000 Bediensteten nur rund 30 MitarbeiterInnen einen derartigen „Feiertag“. Von wenig Nachfrage berichtete auch Der Standard

ÖGB-Facebook-Umfrage: 82 Prozent haben nicht frei

Der ÖGB hat auf Facebook eine Umfrage gestartet. Aktueller Stand: 82 Prozent der TeilnehmerInnen haben „NEIN, ich habe mir am Karfreitag NICHT freigenommen“ angeklickt. Wenn man die Kommentare unter dem Beitrag studiert, wird klar: Das liegt nicht daran, dass die Menschen nicht gerne frei hätten. Aber: Einen Urlaubstag zu verbrauchen, ist vielen zu „teuer“. Beispiel Chris R.: „Ich nehme keinen persönlichen Feiertag der keiner ist weil mir sowieso ein Urlaubstag abgezogen wird dafür.“

Regierung hat Feiertag für alle verhindert

Dank einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) hätten heuer alle ArbeitnehmerInnen am Karfreitag einen Feiertag genießen können. Aber die Regierungsparteien haben das verhindert: Sie haben den Karfreitag komplett aus dem Arbeitsruhegesetz gestrichen und stattdessen die Neuregelung beschlossen, die einen Urlaubstag kostet. Mehr Info

„Der persönliche Feiertag ist ein Witz“

Wenig begeistert von der Regierungsregelung zeigt sich auch Andrea P.: „Ich hab Urlaub genommen, aber nicht den persönlichen Feiertag. Weil es eh egal ist, der Urlaubstag wird sowieso abgezogen und der persönliche Feiertag ist ein Witz.“ Dieser Urlaubstag fehlt dann natürlich später, etwa beim Sommerurlaub oder zu Weihnachten.

„Bringt der Wirtschaft runde 60 Mio. Noch Fragen?“

Friedrich N. zeigt auf, das die Unternehmer die Gewinner der neuen Regelung sind: „Schön langsam kommen auch ‚die Letzten‘ drauf dass sie mit dem ‚persönlichen Feiertag‘ vorgeführt wurden: Jede/r Evangelische, Altkatholik etc., der am Karfreitag zur Arbeit, wie immer, geht, verliert seine Feiertags-Zuschläge. Bringt der Wirtschaft runde 60 Mio. Noch Fragen?“

Zum Glück gibt es Arbeitgeber, die trotzdem frei geben

Zum Glück gibt es aber auch Arbeitgeber, die am Karfreitag ihren Beschäftigten frei geben, auch wenn sie das laut Gesetz nicht müssten: „Ich habe so einen sozialen Arbeitgeber, dass dieser von sich alleine aus den Karfreitag für alle als Feiertag deklariert hat - ohne sich einen Urlaubstag nehmen zu müssen“, schreibt Johann T. auf der Facebook-Seite des ÖGB.

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