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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Alt, arm und weiblich

Niedrigeinkommen führen zu geringen Pensionen und Altersarmut

Bis auf zwei Unterbrechungen hat sie fast ihr ganzes Leben lang gearbeitet, aufgrund von Kinderbetreuungspflichten jedoch viele Jahre nur in Teilzeit. Jetzt ist Helene P. 70 und lebt am Existenzminimum. Mit ihrem Schicksal steht Helene P. nicht allein da. 22 Prozent aller alleinlebenden Pensionistinnen sind laut Statistik Austria armutsgefährdet. Im Vergleich dazu trifft das nur auf 13 Prozent der alleinlebenden männlichen Pensionisten zu.

Niedrigeinkommen als Armutsursache

Die Ursachen für Frauenarmut beginnen für Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende, bereits im Berufsleben. „Es beginnt damit, dass Frauen in Österreich 20 Prozent weniger als Männer verdienen. Dazu kommt, dass sie oft unfreiwillig in Teilzeit arbeiten und den Großteil der unbezahlten Arbeit erledigen, wie etwa Kindererziehung und Pflege von Angehörigen. Das alles wirkt sich negativ auf die Pensionshöhe aus und führt außerdem dazu, dass Frauen besonders von Altersarmut betroffen sind.“ So bekommen Männer, die sich aus dem Berufsleben zurückgezogen haben, im Schnitt 2.268 Euro. Frauen hingegen nur 1.292 Euro. 

Vorbereitet sein auf Unerwartetes

Helene P. verbringt viel Zeit in ihrer Wohnung. Sie hört Radio oder sieht fern. „Wenn ich ein interessantes Buch im Abverkauf finde, freue ich mich. Ich habe schon immer gerne gelesen, aber heute kann ich mir vieles nicht mehr leisten, was mir Spaß macht“, erzählt die Pensionistin. Darunter fällt auch essen gehen mit Freundinnen. Helene trifft ihre Freundinnen jede Woche auf einen Kaffee - entweder bei ihr zuhause oder bei einer der Freundinnen. „Ich muss vorbereitet sein - darauf, dass die Waschmaschine repariert werden muss, der Fernseher nicht mehr funktioniert oder die Strom- und Mietkosten stark ansteigen“, sagt die 70-Jährige.

Armut, bedeutet …

Armut ist oft erst auf den zweiten Blick sichtbar. Meist spielen sich Existenzsorgen hinter verschlossenen Türen ab, niemand möchte gerne zugeben, arm zu sein. Arm ist man nämlich nicht erst dann, wenn man nichts mehr zum Essen oder kein Dach über dem Kopf hat. Im Leben der Menschen, die von Armut betroffen sind, mangelt es an vielem – wie etwa: an

• der Möglichkeit, unerwartete Ausgaben zu tätigen,
• der Möglichkeit, die Miete pünktlich zu bezahlen,
• neuer Kleidung,
• der Möglichkeit, die Wohnung zu heizen,
• einem Auto, an einer Waschmaschine, einem Telefon, einem Fernseher
• der Möglichkeit, Freunde zum Essen einzuladen und vielem mehr.

Mehr Informationen:
Statistik Austria
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