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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund
100 Jahre Betriebsrätegesetz - Erfolgsmodell für Mitbestimmung Betriebsrätegesetz - Erfolgsmodell für Mitbestimmung

Erfolgsmodell

Erfolgsmodell für Mitbestimmung im Betrieb – heute wichtiger denn je

Im Mai 1919 wurde das Betriebsrätegesetz in Österreich verabschiedet und dadurch die Mitbestimmung der ArbeitnehmerInnen im Betrieb gestärkt und gesetzlich verankert. Im internationalen Vergleich nahm Österreich damit eine Vorreiterrolle in Sachen betrieblicher Mitbestimmung ein. Der hundertste Geburtstag des Gesetzes wird am 15. Mai 2019 mit diversen Fachworkshops, geleitet von ExpertInnen aus dem In- und Ausland, gemeinsam mit Arbeiterkammer und den Gewerkschaften gefeiert (Anmeldung und Details zur Veranstaltung).

Betriebsrat vertritt die Interessen der gesamten Belegschaft

Betriebliche Mitbestimmung ist ein zentraler Bestandteil demokratischer und politischer Kultur in Österreich. Rund 40.000 Menschen engagieren sich als Betriebsratsmitglieder für die Rechte, Anliegen und Interessen ihrer KollegInnen. Die Arbeit des Betriebsrats ist vielfältig und herausfordernd – im Mittelpunkt stehen dabei nicht Partikularinteressen, es geht darum, gemeinsam das Kollektivinteresse der gesamten Belegschaft zu vertreten.

Je größer die Belegschaft eines Unternehmens ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass es einen Betriebsrat gibt. Die in Österreich stark vertretenen Klein- und Mittelbetriebe haben oft leider keine ArbeitnehmerInnenvertretung. In drei Vierteln der Betriebe mit mehr als 200 Beschäftigten gibt es jedoch eine Belegschaftsvertretung. In Unternehmen mit mehr als 500 MitarbeiterInnen sind es weit über 90 Prozent, in Betrieben mit mehr als 1.000 Beschäftigten gibt es zu 100 Prozent einen Betriebsrat.

Gegenwind von der Wirtschaft

Zwischen 1934 und 1945 gab es in Österreich keine Betriebsräte. Diese Form der Mitbestimmung ist also nicht selbstverständlich, auch wenn es vielen heute so erscheint. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten versuchen ArbeitgeberInnen oft, den Druck auf die ArbeitnehmerInnen abzuwälzen. Betriebsräte werden dann gerne als unzeitgemäß und überholt dargestellt – kurz als Blockierer. Je mehr MitarbeiterInnen sich daher gewerkschaftlich in einem Betrieb organisieren, desto stärker wird die Position des Betriebsrats.

Aktuelle Umfragen zeigen aber auch, dass Arbeitgeber Betriebsräte durchwegs positiv sehen und auch schätzen. Die Einbindung von Betriebsräten bringt für die Arbeitgeber nämlich viele Vorteile: Die MitarbeiterInnen sind engagierter und motivierter, die Arbeitsleistung verbessert sich und dadurch sind auch die Unternehmen wirtschaftlich erfolgreicher

Mehr Informationen:
Aktuelle Ausgabe des Magazins Arbeit&Wirtschaft
Was macht ein Betriebsrat?

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Europride 2019

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