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Leben und lernen im Ausland

Erasmus+ ermöglicht Erfahrungen, die man als Tourist nie machen könnte

2016 ging Osman für ein Monat nach Italien und arbeitet in einer Mailänder Werkstatt.
2016 ging Osman für ein Monat nach Italien und arbeitet in einer Mailänder Werkstatt.

Osman, 25, ist gelernter Kfz-Techniker, in Bregenz aufgewachsen und mit 10 Jahren nach Wien gezogen. Im Rahmen seiner Lehrausbildung hat er erfahren, dass es auch für Lehrlinge möglich ist, am Erasmus-Programm teilzunehmen. Ein Programm, das jungen Menschen im Rahmen ihrer Ausbildung ermöglicht ein paar Wochen oder Monate in einem anderen EU-Land, ein Praktikum in einem Betrieb zu absolvieren oder auf einer anderen Uni zu studieren. Mehr als 14.000 ÖsterreicherInnen haben 2018 über das Austauschprogramm Erasmus+ in einem anderen EU-Land studiert oder ein Berufspraktikum absolviert.

„Irgendwie konnten wir uns verständigen“

Im Mai 2016 hat Osman einen Monat lang ein Praktikum in einer Mailänder Werkstatt gemacht. „Ich konnte zwar nicht gut Italienisch und die Arbeitskollegen nicht Deutsch oder Englisch, aber irgendwie konnten wir uns verständigen, das Arbeiten hat funktioniert. Wenn man will, dann geht das.“ Die Erfahrung könne man als Tourist nie machen, ist er überzeugt. „Wenn man dort arbeitet, bekommt man auch mit, was die Menschen dort beschäftigt. In Mailand sind das zum Beispiel die hohen Mieten. Das fördert die Empathie und erweitert den Horizont, weil man andere Realitäten kennt, als nur die im eigenen Dorf oder Bezirk.“

Sprache lernen und internationales Netzwerk aufbauen

Auch in einem anderen EU-Land zu studieren, ist kein großer Aufwand. Ein paar Formulare zur Anmeldung und los geht’s. Radovan, 24, war innerhalb seines Journalismus-Studiums ein Semester in Nancy, Frankreich. Sein Ziel war vor allem, die Sprache zu lernen. Aber auch für die Karriere ist ein Erasmus-Aufenthalt förderlich. „Eine Studienkollegin ist nach Paris gegangen und schreibt dort jetzt für ein Modemagazin“, berichtet der Wiener, der sich bei seinem Erasmus-Aufenthalt auch ein internationales Netzwerk aufgebaut hat. „Wenn ich etwas über Frankreich schreiben muss, dann ruf ich einfach Freunde aus Nancy an und frage, ob sie mir erklären können, was ich wissen will.“

Erasmus+: Was ist das?

Erasmus+ ermöglicht es jungen Menschen im Ausland diverse Erfahrungen zu sammeln, eine Fremdsprache zu lernen und sich kulturell auszutauschen. Unter Studierenden sind Auslandssemester im Vergleich zu Lehrlingen weit verbreitet. Lehrlinge und junge Fachkräfte können im europäischen Ausland ein Berufspraktikum absolvieren. Organisiert und abgewickelt wird jedes Erasmus+-Praktikum von einer entsendenden Einrichtung. Das kann z. B. eine berufsbildende Schule sein, ein Unternehmen oder ein Sozialpartner (ÖGB, AK, WKO).

Das Praktikum in einem ausländischen Unternehmen kann zwischen zwei Wochen und 12 Monaten dauern und wird für diese Zeit auch finanziell gefördert. Wie hoch diese ausfällt, hängt vom Gastland und von der Dauer des Praktikums ab.

Mehr Informationen:
Erasmus+
Die neue "Solidarität" ist da
Ein Europa, das verbindet

 

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