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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund
Frauen sind die wahren Workaholics. Laut einer neuen ILO-Studie, wenden sie täglich 266 Minuten für
unbezahlte Arbeit auf. Männer dagegen nur 108.

Frauen arbeiten mehr als Männer

ILO-Studie zeigt, dass partnerschaftliche Aufteilung von unbezahlter Arbeit noch lange nicht Realität ist.

Für viele Arbeitnehmerinnen ist Dienstschluss nicht gleich Feierabend: Die Kinder müssen aus der Nachmittagsbetreuung abgeholt, Obst und Gemüse im Supermarkt gekauft und pflegebedürftige Angehörige versorgt werden. Weltweit bleiben Frauen noch immer auf einem Großteil der unbezahlten Arbeit sitzen. Das geht aus einer neuen Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hervor, die Anfang Mai veröffentlicht wurde. Während Männer laut der Studie täglich nur 108 Minuten für unbezahlte Tätigkeiten aufwenden, sind es bei Frauen 266 – also mehr als das doppelte.

Für ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Korinna Schumann ist klar, dass es ganz dringend ein gesellschaftliches Umdenken braucht, um die unbezahlte Arbeit gleichmäßiger und gerechter zwischen Frauen und Männer aufzuteilen: „Familiäre Betreuungsarbeit führt dazu, dass viele Frauen in Teilzeit arbeiten – mit all den negativen Auswirkungen. Niedrige Einkommen bedeuten in späterer Folge auch eine niedrige Pension. Mutter sein darf nicht zum Armutsrisiko werden“, betont Schumann und fordert die Politik auf, die Sorgen berufstätiger Frauen endlich ernst zu nehmen und für eine echte Wahlfreiheit zu sorgen. „Ein Rechtsanspruch auf einen Gratis-Kinderbetreuungsplatz für jedes Kind würde berufstätigen Frauen ermöglichen, selbst zu entscheiden, in welchem Stundenausmaß sie arbeiten wollen, und Beruf und Privatleben gut zu vereinbaren.“

Frauen sind die wahren Workaholics

Weltweit werden nach ILO-Angaben 16,4 Milliarden Stunden unbezahlte Arbeit pro Tag geleistet, drei Viertel davon von Frauen. Innerhalb der EU verbringen Frauen in Finnland am wenigsten Zeit damit: Im Schnitt 211 Minuten am Tag. In Litauen sind es hingegen 308 Minuten.

Wenn neben den unbezahlten Arbeitsstunden im Haushalt, bei der Pflege und gemeinnützigen Aktivitäten auch noch Erwerbsarbeit mit ausgewertet werden, sind Frauen ebenfalls deutlich stärker belastet: Sie arbeiten im Schnitt 55 Stunden pro Woche, Männer nur 49.

INFO:
Die Studie, die von der ILO und der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in Auftrag gegeben wurde, untersuchte in 41 Ländern unter 1,2 Milliarden Arbeitenden – darunter die 28 EU-Staaten, wie viel Zeit Menschen täglich für unbezahlte Arbeit aufwenden. Dazu zählen Haushalt, Pflegearbeit oder Freiwilligendienste.

Mehr Informationen:
Unbezahlte Arbeit gerecht aufgeteilt
100 Jahre ILO

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Protestmarsch der Beschäftigten im privaten Sozial- und Gesundheitsbereich
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