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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund
100 Jahre Betriebsrätegesetz. Erfolgsmodell für Mitbestimmung im Betrieb Jubiläums „100 Jahre Betriebsrätegesetz" im ÖGB-Catamaran

100 Jahre Betriebsrätegesetz

Arbeitgeber und Arbeitnehmer profitieren von einem Betriebsrat

Am 15. Mai 1919, vor genau 100 Jahren, wurde das Betriebsrätegesetz beschlossen. „Einfach war die Arbeit von BetriebsrätInnen nie. Unsere Vorfahren haben trotz aller Meinungsunterschiede und angespannter politischer Situation mit viel Weitsicht gehandelt“, betont ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian. Schon damals wurde durchgesetzt, dass Kollektivverträge Vorrang haben vor betrieblichen Vereinbarungen. Die Betriebsräte mussten ohne die Unterstützung von Rechtsanwälten, wie sie heute üblich ist, oft zum Einigungsamt ziehen, weil in den Betrieben über die Auslegung der Kollektivverträge gestritten wurde.

Durchsetzungsfähigkeit und um Meinungsbildung

Deshalb war von Anfang an auch die gewerkschaftliche Bildungsarbeit für BetriebsrätInnen ein wichtiger Grundpfeiler sowohl der Gewerkschaftsarbeit, als auch der Betriebsratsarbeit. Es ging nicht nur um die Vermittlung von Inhalten, sondern auch um Durchsetzungsfähigkeit und um Meinungsbildung. Dieser Grundsatz gilt bis heute, der VÖGB lud gemeinsam mit der AK anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Betriebsrätegesetz“ zu einem Workshop über moderne Formen der Mitbestimmung in die ÖGB-Zentrale nach Wien.

"Erfolgsmodell Mitbestimmung"

Der Unternehmer hat aufgehört, Herr in seinem Haus zu sein, beklagte ein Unternehmen im Jahr 1919. Diese Angst vor BetriebsrätInnen ist auch heute noch vorhanden, wenn neue Körperschaften gegründet werden sollen. Die Ankündigung, sämtliche Sozialleistungen einzustellen, wenn Beschäftigte einen Betriebsrat wählen, gibt es genauso immer wieder wie die Drohung gegen KandidatInnen, dass sie sich als Betriebsrat im Unternehmen nicht mehr weiterentwickeln könnten. Diese Angst sollte Schnee von gestern sein, auch Unternehmen profitieren von BetriebsrätInnen – dort, wo sie wirken, ist die Arbeitszufriedenheit besser und Beschäftigte wechseln seltener die Firma. ArbeitnehmerInnen spüren, dass Demokratie und Mitbestimmung ihr Leben und ihre Arbeit verbessern. Das belegen zahlreiche Studien

BR-Rechte stärken & weiterentwickeln

„Diese Mitbestimmung muss immer wieder neu erarbeitet, verändert und erkämpft werden“, erklärt der ÖGB-Präsident am Beispiel neuer Arbeitsformen. Der Arbeitsalltag bei Foodora wird vor allem von Apps und Algorithmen bestimmt. Normalarbeitsverhältnisse werden immer weniger, die Zahl von Volontariaten und Praktika steigt. Immer mehr Arbeit wird outgesourct und Crowdwork-Plattformen überantwortet. Dann sind es Einzelpersonen, die plötzlich das volle unternehmerische Risiko zu tragen haben. Diese Entwicklungen schwächen alle ArbeitnehmerInnen. ÖGB und Gewerkschaften kämpfen gemeinsam darum, Erreichtes zu verteidigen und weiterzuentwickeln. Die Möglichkeiten und Rechte von BetriebsrätInnen müssen weiter gestärkt werden, sagt Katzian: „Es geht um ein gutes Leben!“

Weitere Informationen
Betriebsräte als Erfolgsmodell
Europäischer Betriebsrat

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Protestmarsch der Beschäftigten im privaten Sozial- und Gesundheitsbereich
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