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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Aushelfen in der Familie

Wann ist es ein Arbeitsverhältnis und wann nur Aushelfen im Familienbetrieb?

Der Fall einer Niederösterreicherin, die nach einem Rosenkrieg mit Hilfe der Arbeiterkammer eine satte Nachzahlung von 14.000 Euro bekam, weil ihr Ex-Mann sie während der Scheidung gekündigt hatte und sich weigerte, ihr alle anstehenden Urlaubsansprüche auszubezahlen, sorgte für Schlagzeilen. In diesem Fall handelte es sich unzweifelhaft um ein Arbeitsverhältnis, in dem die familiäre Beziehung keine Rolle spielt. oegb.at nahm ihn trotzdem zum Anlass, zu schauen, welche Regeln es für das „Aushelfen in der Familie“ gibt.

Vereinbarungssache

Vor allem in kleinen Betrieben ist es keine Seltenheit, dass PartnerInnen, Kinder oder Verwandte mitarbeiten, ohne dafür entlohnt zu werden. Nicht immer ist klar, ob in diesen Fällen ein sozialversicherungspflichtiges Dienstverhältnis vorliegt.
Grundsätzlich gilt: Ob ein Dienstverhältnis oder familiäre Mithilfe vorliegt, ist immer Vereinbarungssache. Ein Dienstverhältnis besteht nur dann, wenn es – so wie mit Familienfremden – mit einem Dienstvertrag geregelt ist.

Arbeitsrecht gilt immer!

Die „familienhafte Mitarbeit“ ist grundsätzlich dazu da, in Spitzenzeiten oder wenn Not am Mann ist, weil andere ArbeitnehmerInnen unerwartet ausfallen, im Familienbetrieb aushelfen zu können, ohne als DienstnehmerIn eingestuft zu werden. Eine Voraussetzung ist die Uneltgeltlichkeit, es darf nichts bezahlt werden.

Aber: auch wenn es kein Entgelt gibt, kommt bei der „familienhaften Mitarbeit“ das Arbeitsrecht zur Anwendung. Auch wer „nur“ aushilft, für den gelten beispielsweise Arbeitszeitgrenzen. ArbeitnehmerInnenschutz ist natürlich auch für unentgeltlich arbeitende Familienangehörige wichtig, weil sie ja den gleichen Risiken ausgesetzt sind wie angestellte ArbeitnehmerInnen.

Teilzeitfalle?

Der ÖGB rät Betroffenen, die mit einem Dienstvertrag im Familienbetrieb beschäftigt sind, wirklich nur die vereinbarten Stunden zu arbeiten. Natürlich tut man sich innerhalb der Familie vermutlich schwer, nicht länger auszuhelfen, wenn es notwendig ist, aber: jahrelange Beschäftigung in Teilzeit hat dramatische Auswirkungen auf das Lebenseinkommen. Hier gilt, was in jedem aufrechten Dienstverhältnis gilt – auch im familieneigenen Betrieb muss alles seine Ordnung haben und jede tatsächlich geleistete Stunde bezahlt werden.

Antworten auf versicherungstechnische Fragen beim Aushelfen in der Familie gibt dieses Merkblatt.

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