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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund
Betriebsversammlung - Gewerkschaft vida fordert Branchen-Kollektivvertrag

Großkampftag am Flughafen

“Krisengipfel“ bei Laudamotion, AUA, Eurowings und Level

Großkampftag für Gewerkschaft und BetriebsrätInnen am Flughafen Schwechat: Neben einem länger geplanten „Krisengipfel“ der ArbeitnehmervertreterInnen von Laudamotion, AUA, Eurowings und Level fanden am 7. August auch Betriebsversammlungen für die Bordbeschäftigten von Laudamotion statt. Die Gewerkschaft vida fordert seit längerem einen Branchen-Kollektivvertrag. Deswegen soll es jetzt in einem ersten Schritt auch eine sogenannte Satzung* des AUA-Kollektivvertrags für alle geben. Dieser Antrag, den die vida in den nächsten Tagen beim Sozialministerium einbringen wird, soll anderen Fluglinien dieselben Rahmenbedingungen wie bei der AUA bringen.

Geschäftsführung will „Effizienzsteigerung“

Die Diskussion um die Arbeitsbedingungen ist eskaliert nach einer Forderung, die den Beschäftigten der Ryanair-Tochter Laudamotion via Rundschreiben mitgeteilt wurde: Unter dem Deckmantel der „Effizienzsteigerung“ sollen Flugstunden erhöht und die freien Tage reduziert werden. Sollte dieses Ziel nicht erreicht werden, drohte die Geschäftsführung mit dem Abbau von Arbeitsplätzen. Zeitungsberichten zufolge könnten Piloten für Charter- und Linienflüge über eine polnische Leiharbeitsfirma auch an Laudamotion verleast werden.

So kann man nicht mit Beschäftigten umgehen!

Bis 14. August will die irische Geschäftsführung vom Personal ihrer österreichischen Tochter Laudamotion Dienstrechts-Zugeständnisse, um den Flugbetrieb profitabler machen zu können. „So kann man nicht mit Beschäftigten umgehen, stellte vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit klar. „Wir befürworten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung bei der Airline, aber Drohungen und Maßnahmen, die zur willkürlichen Maßregelung der PilotInnen und FlugbegleiterInnen missbraucht werden könnten, verbitten wir uns“, kündigte auch Anton Fuszko, Vorsitzender des vida-Ausschusses Fliegendes Personal, Widerstand der Gewerkschaft an.

Weitere Betriebsversammlungen geplant

Die BetriebsrätInnen anderer in Wien stationierter Airlines zeigen sich solidarisch, der Streit könnte an Schärfe gewinnen: In den kommenden Wochen sollen die Beschäftigten mehrerer Airlines im Rahmen von Betriebsversammlungen informiert werden – zeitgleich.

Der Antrag auf die Satzung des AUA-Kollektivvertrags macht die Forderung nach einem Branchen-Kollektivvertrag natürlich nicht hinfällig, wie Fuszko erklärt: „Die Wirtschaftskammer soll mit einem Branchen-KV endlich mehr Fairness in die Airlines-Branche bringen!“ Es geht nicht nur um faire Arbeitsbedingungen, erklärt der Gewerkschafter: Kollektivverträge sollen nicht nur gerechte Arbeitsbedingungen schaffen, sondern auch gerechte Wettbewerbsbedingungen. Derzeit wird aber diese österreichische Wettbewerbspolitik von der WKÖ nach Deutschland zur Lufthansa, nach Irland zur Ryanair, nach Großbritannien zu Level und nach Ungarn zur WIZZ delegiert. Damit muss Schluss sein.

* Satzung von Kollektivverträgen: Mit der Satzung eines Kollektivvertrags soll sichergestellt werden, dass ArbeitgeberInnen, die von keinem Kollektivvertrag erfasst sind, ihren Arbeitskräften die gleichen Lohn- und Arbeitsbedingungen bieten, wie es im Kollektivvertrag vorgesehen wäre.

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