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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Gewerkschaft vida: Null Toleranz bei Gewalt im Job

Vondrasek: „Strafrecht muss zum Schutz der Beschäftigten weiter verschärft werden“
„Das ist ein klares Stopp-Signal gegen Gewalt in Öffentlichen Verkehrsmitteln. Wer zuschlägt, wird aus dem Verkehr gezogen", so die stv. Vorsitzende der Gewerkschaft vida, Elisabeth Vondrasek, nach dem Urteil gegen einen Schwarzfahrer in Tirol. Der Mann hatte eine Schaffnerin attackiert und mit dem Tod bedroht.  
 
„Das Schicksal der Eisenbahnbediensteten ist kein Einzelfall. Jede und jeder Fünfte war laut aktuellen Erhebungen schon Opfer von Gewalt am Arbeitsplatz!“, betont Vondrasek. „Es war daher richtig und notwendig, dass Angriffe auf Personal in Öffis nicht mehr als Kavaliersdelikt gelten, sondern nach einer Novelle im Strafgesetz hart bestraft werden“, so die vida-Gewerkschafterin weiter.  
 
„Wir dürfen aber nicht aufhören, den Schutz für die Beschäftigten im Öffentlichen Verkehr weiter auszubauen. Wir fordern, dass rechtskräftig verurteilte Täter künftig im Öffentlichen Verkehr gesperrt werden. Zudem brauchen wir Mindeststrafen im Fall von Verurteilungen und deutlich mehr Personal auf Strecken, bei denen es gehäuft zu tätlichen Zwischenfällen kommt“, so die vida-Gewerkschafterin. 
 
Dass der Vorfall in Tirol kein „bedauerlicher Einzelfall war, sondern nur die Spitze eines Eisberges an Attacken“, bestätigt auch Günter Blumthaler, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Eisenbahn. „Die Attacken werden auch zunehmend brutaler. Betroffene sind nicht nur mit den teils schwerwiegenden Folgen roher körperlicher Gewalt konfrontiert. Es kommen meistens noch Angstzustände und weitere psychische und nur schwer verarbeitbare Probleme mit negativen Auswirkungen auf das Berufs- und Privatleben dazu“, so Blumthaler.
 
Es ist völlig inakzeptabel, dass Beschäftigte bei der Ausübung ihrer beruflichen Pflichten niedergeschlagen, mit dem Umbringen bedroht oder mit anderen Gewaltakten konfrontiert werden, unterstreicht Vondrasek: „Das Phänomen Gewalt am Arbeitsplatz zieht sich über alle Verkehrs- und Dienstleistungsbranchen, egal ob Verkehr, Gastronomie, Bewachung oder Pflege. Darauf machen wir auch mit unserer Kampagne ‚Tatort Arbeitsplatz’ aufmerksam. Ich appelliere an die künftige Regierung, gemeinsam mit uns die Menschen vor Gewalt am Arbeitsplatz besser zu schützen.“
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