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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Sozial-digital oder Neoliberal-digital?

Gute Arbeit! Digitalisierung muss gerecht gestaltet werden
Digital ist besser (möglich) - mehr lesen bei Arbeit&Wirtschaft

„Wollen wir Sozial-Digital oder wollen wir Neoliberal-Digital? Natürlich gehen enorm viele Entwicklungen schon in Richtung Neoliberal-Digital“, warnte Agnes Streissler-Führer, Geschäftsführerin der GPA-djp. Im Interview mit Arbeit&Wirtschaft erklärte sie im Juni 2018, warum man die Digitalisierung gerecht gestalten muss. Unter dem Motto „Digitalisierung – für faire Arbeit 4.0“ steht auch die vierte Ausgabe des ÖGB-Sommerdialogs, der am 22. August stattfinden wird.

Technologie für bessere Arbeit nutzen

„Es ist genau unsere Aufgabe als Gewerkschaften, da jeden Tag aufs Neue dagegenzuhalten, und zwar nicht in dem Sinne, technologische Entwicklung an sich zu verhindern. Vielmehr wollen wir sie dazu nützen, dass Arbeit besser wird, Menschen zufriedener sind und der gesellschaftliche Zusammenhalt besser funktioniert – und natürlich im Endeffekt, dass wir zu mehr Fairness und Wohlstand für alle kommen“, so Streissler-Führer. Noch ist das nicht der Fall, wie der Soziologe Jörg Flecker (Universität Wien) im Interview mit der Tiroler Tageszeitung sagt: „Derzeit fließt die Digitalisierungsdividende zum reichsten einen Prozent der Bevölkerung. Vor allem die Niedrigverdiener bekommen immer weniger.“

Digitalisierung darf nicht Umgehung von Arbeitsrecht bedeuten

Es muss klar geregelt werden, dass neue Technologien mehr bringen müssen als die Umgehung von bestehenden Rechten. Ein Beispiel: Crowdwork-Vermittler nutzen Technologie zur Vermittlung von Kleinstaufträgen, so dass die Einhaltung des Arbeitsrechts kaum noch kontrolliert werden kann. Oder Fahrtenvermittler: „Wenn man sich den Taxidienst Uber anschaut: Hier fallen wir zurück ins 19. Jahrhundert. Viele Beschäftigte müssen anfangen, sich alles wieder zu erkämpfen, was in den vergangenen 150 Jahren schon erreicht wurde“, sagte Flecker zur Tiroler Tageszeitung. Gerechte Digitalisierung muss bedeuten, dass alle davon profitieren können – und da muss die Gesellschaft ansetzen: indem sie für entsprechende Kompetenzen sorgt.

Zu wenig Kompetenzen in IT und Datenanalyse

Anzusetzen, so Streissler-Führer, sei etwa bei den Qualifikationen, die bereits heute, aber noch viel mehr in der Zukunft stärker nachgefragt werden, also im weitesten Sinn bei Kompetenzen in IT und Datenanalyse: „Wenn man in die berufsbildenden Schulen und Universitäten schaut, so haben wir in diesen Fächern in Österreich sowieso schon zu wenige junge Leute, und die Frauenanteile sind verschwindend gering. Das ist zwar leider inzwischen ein alter Hut, aber trotzdem muss man auf dieser Forderung bleiben: Wir müssen mehr dafür tun, dass wir kleine Mädchen bereits im Kindergarten für Technik interessieren.“

Schwerpunkt Digitalisierung im A&W Online-Magazin

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