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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Fake News im Wahlkampf

Social-Media-Experte Thomas Meyer erklärt, wie man Fake News erkennt und sich davor schützen kann

Social-Media-Experte Thomas Meyer über Falschinformationen im Wahlkampf

Wahlkampf ohne Social Media existiert nicht mehr. Die Parteien versuchen auf verschiedenen Plattformen von den eigenen Ideen zu überzeugen und Wählerstimmen zu gewinnen. In diesen Zeiten kursieren häufig Falschinformationen. Welche Strategien die Absender von Fake News verfolgen und welche Gefahren damit einhergehen, erklärt Social-Media-Experte Thomas Meyer im Gespräch mit dem ÖGB.

Wie kann man sich vor Fake News schützen und wie kann man sie erkennen?
Thomas Meyer:
Beim Konsum von News sollte ein Grundsatz gelten: Zuerst hinterfragen, dann klicken. Fragen wie: „Wer ist Absender der Botschaft?“ und „Was will er damit erreichen?“ sollte man sich bei jedem überspitzt formulierten Artikel stellen. Und diese Skepsis sollte zu einem genaueren „Hinsehen“ führen: Quellen checken, Impressum suchen, die Herausgeber hinterfragen, die Google Bildersuche verwenden, um zu überprüfen, ob ein Bild schon in einem anderen Zusammenhang verwendet wurde, oder den Faktencheck von Mimikama bzw. der Tagesschau verwenden.

Welche Strategie verfolgen Parteien, die Fake News gezielt einsetzen?
Thomas Meyer:
Das Prinzip ist relativ einfach und insbesondere bei rechtspopulistischen Parteien seit Anbeginn des politischen Wahlkampfes in Mode: Angst. Und was schürt Angst rund um „spaltende“ Themen? Gezielte Desinformation à la Fake News. Social-Media-Plattformen lassen sich für die Verbreitung von Fake News sehr gut nutzen. Kurze Aufmerksamkeitsspannen gepaart mit einem überladenen News Feed treffen auf politische Unsicherheit. Den Umgang mit diesen Netzwerken haben wir nie wirklich gelernt. Und genau hier setzen politisch motivierte Desinformationskampagnen an.

Welche Gefahren für die Gesellschaft ergeben sich durch die Verbreitung von Fake News?
Thomas Meyer:
Die Gefahren für die Gesellschaft liegen klar in der Beeinflussung. Wahlen werden meiner Meinung nach nicht via Social Media gewonnen, doch kannst du die Menschen der politischen Motivation überdrüssig machen. Und dies halte ich für viel gefährlicher und nachhaltig gefährdend für eine Gemeinschaft. Wie können wir dem entgegensteuern? Durch Aufklärung, Bildung, Wissen. Wir müssen um die Funktionsweisen und Mechanismen der Social-Media-Netzwerke Bescheid wissen, um zu verstehen, wann, wo und wie wir manipuliert werden. Dies ist die einzige Möglichkeit, nachhaltig und auf Dauer das Internet als das zu retten, was es einmal war: globale Kommunikation und Wissensweitergabe.

Zur Person Thomas Meyer
Thomas Meyer ist Geschäftsführer der Toman + Meyer GmbH, einer Digital-Marketing-Beratung an der Schnittstelle zwischen klassischer Betriebswirtschaft und Social Media Marketing. Zu seinen Kunden zählten und zählen: Die Presse, Billareisen.at, der KSV oder WEKA Industriemedien. Meyer gestaltet Social-Media-Strategien so, dass sie im Unternehmen stabil verankert sind und sich stets an den Zielen des Unternehmens orientieren.

Mehr Informationen:
mimikama - Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch
ARD-aktuell / tagesschau.de

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