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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

NR-Wahl: Wer ist für die 4-Tage-Woche?

Nicht alle Parteien für Recht auf kurze Arbeitswochen
Wunscharbeitszeit: Drei Tage frei pro Woche!

Fragt man die ArbeitnehmerInnen, bekommt man ein klares Bild: Die Wunscharbeitszeit liegt laut Arbeitsklima Index der AK Oberösterreich bei 36 Wochenstunden. Der ÖGB will, dass auch die ArbeitnehmerInnen von flexiblen Arbeitszeiten profitieren, und fordert das Recht auf Vier-Tage-Woche. Aber nicht alle Parteien gönnen den ArbeitnehmerInnen die Vier-Tage-Woche, wie eine ÖGB-Befragung der zum Nationalratswahl kandidierenden Parteien ergeben hat.

Tiroler Erfolgsbeispiel „Drei Tage Wochenende als Dauerzustand“

Auch wenn die Wirtschaft jammert: Die Vier-Tage-Woche funktioniert. Die Tiroler Tageszeitung berichtet unter dem Titel „Drei Tage Wochenende als Dauerzustand“, dass laut einer Umfrage der AK 70 Prozent der Tiroler für eine 4-Tage-Woche sind. Und sie bringt Erfolgsbeispiele, etwa eine Latschenöl-Brennerei. Mit der Einführung der Vier-Tage-Woche wurde die Wochenarbeitszeit gleich von 38,5 auf 36 Stunden gesenkt – bei gleichbleibendem Lohn. Ergebnis: ausgeglichene und zufriedene MitarbeiterInnen.

NEOS und FPÖ unterstützen Recht auf Vier-Tage-Woche nicht

Von den Parteien, die am 29. September bei der Nationalratswahl kandidieren, ist zwar niemand so richtig gegen die Vier-Tage-Woche – aber gegen ein Recht darauf sträuben sich einige KandidatInnen. Die NEOS sind deklariert dagegen: „Flexible Arbeitszeitmodelle sind wünschenswert, müssen aber individuell zwischen Arbeitnehmer_innen und Unternehmer_innen vereinbart werden.“ Die FPÖ will weder Ja noch Nein sagen, begründet das so: „Die derzeit bereits praktizierten Modelle auf Sozialpartnerebene und im Arbeitsrecht sind derzeit ausreichend, um die Möglichkeit der Inanspruchnahme einer 4-Tage-Woche im Einzelfall umzusetzen.“

SPÖ und Grüne sagen Ja, ÖVP sagt gar nichts

Die ÖVP hat die Fragen des ÖGB allesamt unbeantwortet gelassen, nur ein allgemein gehaltener Langtext wurde dem ÖGB übermittelt. Darin wird das Recht auf Vier-Tage-Woche nicht erwähnt. Klare Zustimmung zur ÖGB-Forderung nach einem Rechtsanspruch kommt von der SPÖ („Ja. Die Arbeitszeiten sollen den Bedürfnissen des jeweiligen Lebensabschnitts, den gesundheitlichen Voraussetzungen sowie den sich wandelnden Lebensweisen entsprechen. Dazu gehört jedenfalls Rechtsanspruch auf eine 4-Tage-Woche.) sowie von den Grünen: „Arbeitszeit muss für alle Beteiligten planbar sein.“ Und auch die Liste Jetzt, die KPÖ und der Wandel sind auf ÖGB-Linie.

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