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255 Millionen Mehr- und Überstunden pro Jahr

oegb.at bringt alles, was ArbeitnehmerInnen über Mehr- und Überstunden wissen müssen

Österreichs ArbeitnehmerInnen machen pro Jahr 255 Millionen Mehr- und Überstunden. Auf Facebook haben wir gefragt: Machst du regelmäßig Überstunden? 58 Prozent machen "dauernd" Überstunden, 42 Prozent sagen: "Sicher nicht!" Paul D. macht gerne Überstunden: "Ja und das freiwillig und ich bin dankbar dass ich diese Möglichkeit habe." Hingegen User "Mv Corse": "Nein, mir ist Freizeit wichtig!"

 

oegb.at bringt alles Wissenswerte über Überstunden. Teil 1:

Was ist eine Überstunde?

Von Überstunden spricht man, wenn man mehr als die gesetzlich zulässige wöchentliche Normalarbeitszeit (in der Regel 40 Stunden) oder die tägliche Normalarbeitszeit (in der Regel 8 Stunden) arbeitet. Allerdings können diese Grenzen auch anders definiert werden, zum Beispiel bei einer Vier-Tage-Woche oder bei Gleitzeit.

Wie viele Überstunden sind möglich?

Bei erhöhtem Arbeitsbedarf sind 20 Überstunden wöchentlich zulässig. Die tägliche Arbeitszeit darf 12 Stunden, die wöchentliche 60 Stunden nicht überschreiten, jeweils inklusive Überstunden. Die wöchentliche Arbeitszeit darf allerdings im Durchschnitt von 17 Wochen 48 Stunden nicht überschreiten.

Kann der Chef Überstunden anordnen?

An sich ja, außer es steht Gegenteiliges im Arbeitsvertrag. Wenn man aber wichtige Gründe hat, z. B. Kinderbetreuung oder einen dringenden Arzttermin, dann muss man keine Überstunden machen. Die Gründe müssen schwerer wiegen als die Interessen der Firma. 

Hat jemand aber schon 50 Stunden in der Woche oder 10 Stunden am Tag gearbeitet, darf sie/er weitere Überstunden ohne Begründung ablehnen.

Was ist Mehrarbeit?

Wenn jemand Teilzeit arbeitet, zum Beispiel laut Vertrag 20 Stunden pro Woche, dann aber in einer Woche 30 Stunden arbeitet, dann sind das 10 Mehrarbeitsstunden. Um Überstunden handelt es sich erst, wenn die gesetzliche Normalarbeitszeit überschritten wird, also 40 Stunden in der Woche. 

Mehrarbeit fällt auch bei Vollzeitbeschäftigten zwischen der kollektivvertraglichen und der gesetzlichen Normalarbeitszeit an. Beispiel: Der Kollektivvertrag (KV) sieht eine 38,5-Stunden-Woche vor. Jemand arbeitet vier Stunden zusätzlich. Das sind dann 1,5 Mehrarbeitsstunden und 2,5 Überstunden.

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