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Metaller-Verhandlungen: Gute Vorbereitung ist alles

KV-Verhandlungen sind harte Arbeit. Für die Betriebsräte ist klar: Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen.

Kollektivvertragsverhandlungen sind harte Arbeit. Für die Betriebsräte ist klar: Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen. v.l.n.r: Karl-Heinz Hintersteiner (Betriebsrat von Welser Profile) und Johann Forstner (Betriebsrat des Automobilzulieferers Miba)

Die Metaller-Herbstlohnrunde geht am 9. Oktober weiter. Die wenigsten wissen aber, wie viel Arbeit bereits im Vorfeld der KV-Verhandlungen notwendig ist. Die Betriebsräte Karl-Heinz Hintersteiner und Johann Forstner berichten in der aktuellen „Solidarität“ über ihre Vorbereitungen.

„Die KollegInnen vor Ort in die Vorbereitungen einbinden und sie während der Verhandlungen auf dem Laufenden halten“, sehen Karl-Heinz Hintersteiner und Johann Forstner als ihre wichtigsten Aufgaben bei den Kollektivvertragsverhandlungen der Metaller. Hintersteiner ist Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates von Welser Profile, einem mittelständischen Unternehmen, und heuer das letzte Mal im sogenannten „kleinen Verhandlungsteam“.

Seine GewerkschaftskollegInnen hat er bereits über die Stimmung, aber auch die wirtschaftlichen Grunddaten des Betriebes und der Region informiert. Hintersteiner: „Ich weiß über alles Bescheid, da können mich die Arbeitgeber nicht am Schmäh halten.“

Nach dem KV-Abschluss ist vor dem KV-Abschluss

Forstner sitzt heuer das erste Mal am Verhandlungstisch den Arbeitgebern gegenüber. Er ist Angestellten-Betriebsrat und auch Vorsitzender des Konzernbetriebsrates des Automobilzulieferers Miba. Auch er ist seit Monaten mit den Beschäftigten im regen Austausch: „Nach dem KV-Abschluss ist vor dem KV-Abschluss. Die Vorbereitungen auf die nächste KV-Runde beginnen eigentlich gleich nach einem KV-Abschluss.“ Miba hat weltweit 26 Produktionsstandorte. Forstner: „Ich habe mich natürlich auch über die wirtschaftliche Situation der Standorte, beispielsweise in China oder den USA, bestens informiert.“

Die Vorbereitungen der BetriebsrätInnen werden kombiniert mit den Analysen, die die ExpertInnen der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp schon seit Monaten liefern. Hintersteiners Erfahrung: „So vorbereitet können die Arbeitgeber uns nicht hinters Licht führen.“ Eines ist für die Gewerkschafter klar: Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen.

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