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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Just Transition: Das Konzept des gerechten Wandels

…oder warum die Gewerkschaft die Klimakrise nicht ignorieren kann

In Österreich gibt es im Winter kaum mehr Schnee, in Australien dafür wochenlang Buschbrände auf einer Fläche größer als ganz Österreich. Temperaturen steigen weltweit und Naturkatastrophen häufen sich. Der Klimawandel geht an niemandem mehr spurlos vorbei.

Viele ArbeitnehmerInnen fragen sich allerdings: „Was hat der ÖGB mit der Klimakrise zu tun?“

Vom ÖGB erwartet man sich, dass er sich für gerechte Arbeitsbedingungen einsetzt und nicht für den Klimaschutz. Der Klimawandel wird aber alle Bereiche des Lebens beeinflussen und verändern – auch den Arbeitsmarkt.

Ökologische und soziale Herausforderung

Die Klimakrise bringt große Transformationsprozesse mit sich, die eine rechtzeitige Vorausplanung und langfristige Maßnahmen nötig machen. „Einige Branchen, wie Wohnbau, Verkehr, Energie und speziell die Automobilindustrie, werden sich massiv verändern. Die Beschäftigten müssen dabei vor negativen Auswirkungen und dem Verlust von Arbeitsplätzen geschützt werden – ökologische und soziale Herausforderungen müssen zusammen gedacht werden“, erklärt ÖGB-Volkswirt Georg Kovarik.

Just Transition – der Übergang muss fair gestaltet werden

Der Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft stellt eine tiefgreifende Veränderung dar. Internationale Gewerkschaften haben daher das Konzept „Just Transition“ („Gerechter Wandel“) entwickelt, das Umwelt, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik miteinander verknüpft und den Übergangsprozess zur grünen Wirtschaft und „Green Jobs“ sozial verträglich gestalten will.

Der Übergang brauche einen aktiven sozialen Dialog, fordert daher auch Luca Visentini, Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB): „Die Menschen dürften nicht auf der Strecke bleiben.“

Luca Visentini, Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes Luca Visentini, Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes

Es braucht Investitionen in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, wie Qualifizierungs- und Umschulungsprogramme für ArbeitnehmerInnen, um sich an die neuen Bedingungen anpassen zu können.

ArbeitnehmerInnen und speziell Gewerkschaften müssen dabei aktiv in Entscheidungsprozesse und die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen eingebunden werden, um ihre eigene Zukunft aktiv mitgestalten zu können.

Für Klimaneutralität braucht es mehr Geld

Die öffentliche Hand ist am Zug, negative soziale Folgen für ArbeitnehmerInnen sowie Folgen für Branchen und Regionen finanziell abzufedern. Die EU-Kommission hat Ende Jänner 2020 bereits Pläne für eine europäische „Just Transition“ vorgestellt.

Der EGB begrüßt das als Zeichen des guten Willens, kritisiert allerdings, dass die für zehn Jahre vorgeschlagene Finanzierung eigentlich jedes einzelne Jahr benötigt würde. Nur so könne eine nachhaltige und sozial verträgliche Klimaneutralität bis 2050 erreicht werden, wie sie im „Green Deal“ der EU geplant ist.

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