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Corona kann für Kinder langfristige Folgen haben

Kinder brauchen jetzt Unterstützung, damit sie später nicht unter den Folgen leiden

Die Ausgangsbeschränkungen, die Isolation und die Schließung der Schulen und Kindergärten aufgrund der Corona-Pandemie sind für Erwachsene und Kinder ein einschneidendes Erlebnis. Von heute auf morgen hat sich der Alltag komplett verändert und vor allem Familien verzweifeln unter der Mehrfachbelastung von Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung und Bildungsarbeit.

Gerade Kinder fühlen sich dabei oft besonders hilflos und alleine gelassen. ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzende Korinna Schumann fordert daher Unterstützung in Form von flächendeckender Freizeitbetreuung im Sommer.

"Wir brauchen eine gratis Sommerbetreuung in ganz Österreich, um Kinder zu fördern und Eltern zu entlasten." Korinna Schumann

Kinder sind mit der Situation überfordert 

Seit Wochen haben Kinder ihre FreundInnen nicht gesehen und ihre Sozialkontakte wurden massiv eingeschränkt. Eine geregelte Tagesstruktur und der Austausch mit Gleichaltrigen sind für sie weggebrochen. „Kinder sind mit der neuen Situation oft überfordert und frustriert, weil sie zu Hause kein gutes Lernumfeld haben, die Eltern gereizt sind und neben der Arbeit oft auch wenig Verständnis für die Erledigung der Schulaufgaben oder andere Bedürfnisse haben“, berichtet die Soziologin der Universität-Wien, Ulrike Zartler, in einem aktuellen Interview mit dem Kurier.

Viele Kinder hinken aufgrund der erschwerten Bedingungen hinterher und verpassen wertvolle Zeit. Der ÖGB fordert daher eine Lernunterstützung über den Sommer, damit Kinder die Möglichkeit haben, versäumten Stoff nachzuholen – und wieder soziale Kontakt mit Gleichaltrigen pflegen können sowie Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten haben. "Alle Kinder müssen die selben Chancen haben", so Schumann.

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