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APA-Belegschaft wehrt sich gegen Jobabbau

Betriebsrat verlangt Verhandlungen, um Arbeitsplätze zu retten

Dutzende Beschäftigte nahmen an der Öffentlichen Betriebsversammlung teil
TeilnerhmerInnen Betriebsversammlung Dutzende Beschäftigte nahmen an der Öffentlichen Betriebsversammlung teil

Während der Corona-Krise haben ihre Meldungen wesentlich dazu beigetragen, dass die Redaktionen des Landes und damit die KonsumentInnen von Zeitungen, Radio- und TV-Sendungen sowie Internetportalen im ganzen Land immer mit wichtigen Informationen versorgt waren. Jetzt soll ausgerechnet Corona als Argument für einen Jobabbau bei der Austria Presse Agentur (APA) herhalten: „Um die wirtschaftliche Unabhängigkeit erhalten zu können“, plant die Geschäftsführung einen Jobabbau. Die Belegschaft wehrt sich, am 16. Juni fand eine öffentliche Betriebsversammlung in Wien statt. 

Zehn Prozent der Jobs sollen eingespart werden 

„Keine Kündigungen“ und „Nein zum Personalabbau“, so die Botschaften der APA-MitarbeiterInnen, die nahe ihrer Zentrale in Wien auf den Sparplan der Geschäftsführung aufmerksam machten: 25 Stellen sollen wegfallen, elf davon durch Kündigungen langjähriger MitarbeiterInnen. Weitere Arbeitsplätze sollen durch Teilzeit, Altersteilzeit, Nichtnachbesetzungen und Karenzen eingespart werden. Das würde einen Jobabbau von mehr als zehn Prozent bedeuten, kritisiert der Betriebsrat, und weiter: Dieser Schritt sei weder nachvollziehbar argumentiert worden, noch wurde mit dem Betriebsrat darüber gesprochen, um andere Möglichkeiten zu verhandeln. Wenige Tage nach der Information an den Betriebsrat, der sofort dagegen protestierte und Gespräche zur Suche anderer Lösungen forderte, verkündete die Geschäftsführung den geplanten Jobabbau mit einer Videobotschaft an die Beschäftigten. 

Resolution des Betriebsrats 

„Wir lehnen dieses Vorgehen der Geschäftsführung entschieden ab. Insbesondere protestieren wir gegen die geplanten Kündigungen in der Redaktion und den zentralen Bereichen: Kolleginnen und Kollegen dürfen nicht in der schlimmsten Arbeitsmarktsituation der Zweiten Republik ihren Arbeitsplatz verlieren. Gerade in den letzten Wochen und Monaten der Coronakrise hat die gesamte APA-Belegschaft Großes geleistet. Massiver Personalabbau mit Kündigungen darf nicht der "Dank" für unseren Einsatz sein“, heißt es einer Resolution der APA nach einer Betriebsversammlung vom Mai. Und weiter: Die wichtige Rolle der APA als wesentliches Leitmedium des Landes, wie es auf der Unternehmenshomepage formuliert ist, dürfe nicht durch massiven Personalabbau aufs Spiel gesetzt werden. Der Betriebsrat fordert Geschäftsführung und Chefredaktion zu Verhandlungen auf, um Arbeitsplätze zu retten. Vor allem soll auch die bei anderen Medienunternehmen angewandte Kurzarbeit ernsthaft geprüft werden, um den Jobverlust zu verhindern.  

ÖGB und Betriebsräte anderer Medien solidarisch 

Der Protest der Belegschaft wird von der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) unterstützt, auch der ÖGB ist solidarisch. Die Resolution des APA-Betriebsrats wird außerdem mitgetragen von den Betriebsratsgremien von Presse, Standard, Kurier, Wiener Zeitung, VGN, Profil, Falter, Kronehit, Kleine Zeitung, Styria Lifestyle Medienhaus, NÖN, OÖ-Nachrichten, Life Radio OÖ und Salzburger Nachrichten. Darin fordern sie, "auf den geplanten Stellenabbau zu verzichten und mit der Belegschaftsvertretung auf Augenhöhe zu verhandeln, um andere, sozial verträgliche Möglichkeiten von Einsparungen zu finden oder, viel sinnvoller, Verbesserungen der Geschäftsfähigkeit für eine gedeihliche Zukunft Ihres Unternehmens und, damit untrennbar verbunden, den Beschäftigten zu erarbeiten." 

 
 

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