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Coronahilfen: 62 Prozent gehen an Unternehmen

Unternehmen bekommen den Löwenanteil der Hilfsmilliarden, aber ArbeitnehmerInnen finanzieren die Rettung

Das Thema ist (leider) nicht ganz neu, mit jedem Detail wird die Ungerechtigkeit aber nur noch deutlicher. Schon im vergangenen Sommer hat der Österreichische Gewerkschaftsbund gewarnt: ArbeitnehmerInnen zahlen zwar rund 80 Prozent der Staatseinnahmen, die Gewinne wandern aber in private Taschen. Die Folge: Im Krisenfall, wie aktuell wegen des Coronavirus, ist das Geld längst verschwunden und die Allgemeinheit bekommt die Krisenrechnung präsentiert. Das belegt jetzt auch das Momentum Institut mit neuen, traurigen Zahlen.
 

Große Vermögen werden geschützt

Von den Coronahilfen der Bundesregierung profitieren also zum größten Teil Unternehmen. Rund 62 Prozent bzw. etwas mehr als 42 Milliarden Euro der schon ausgegebenen und künftig noch geplanten Mittel wandern zu ihnen, wie das Momentum Institut vorrechnet. Das hat auch den Nebeneffekt, dass damit große private und unternehmerische Vermögen in ihrem Bestand geschützt werden – und zwar auf Kosten der Allgemeinheit.  
 

Die Ungerechtigkeit wächst weiter

Die ArbeitnehmerInnen haben davon nichts, obwohl sie mit ihrer Leistung wesentlich zum Entstehen dieser Vermögen beigetragen haben. Die Konsequenz: Die Ungerechtigkeit wächst weiter. Aktuell müssten ArbeitnehmerInnen mit Durchschnittsverdienst in Österreich 75 Jahre lang arbeiten, um nur eine einzige Jahresgage eines durchschnittlichen Vorstandsmitglieds zu verdienen.
 

ÖGB kämpft für Gerechtigkeit

Der stärkste Partner für die ArbeitnehmerInnen in Österreich ist eine starke Gewerkschaft. Mit deiner Gewerkschaftsmitgliedschaft unterstützt du den ÖGB beim gemeinsamen Einsatz für Verteilungsgerechtigkeit.

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