Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Entgelt auch im Katastrophenfall

Diskriminierung von ArbeiterInnen bei Entgeltfortzahlung beseitigt

"Unsere Hartnäckigkeit hat sich gelohnt, ein Stück mehr Gerechtigkeit wird in der österreichischen Arbeitswelt Einzug halten", begrüßt ÖGB-Präsident Erich Foglar den Ende Juni im Nationalrat beschlossenen Initiativantrag zum Thema Entgeltfortzahlung bei Dienstverhinderung. "Das ist ein riesengroßer Schritt in Richtung Angleichung von ArbeiterInnen und Angestellten im Falle von Katastrophen wie dem aktuellen Hochwasser, denn das war eine inakzeptable Diskriminierung. Wir freuen uns sehr, dass die Politik eingesehen hat, dass das raschest beseitigt werden muss."

Regelung gilt ab Jänner 2014

"Menschen, die von einem Hochwasser persönlich betroffen sind, haben die gleichen Probleme, ob es sich nun um ArbeiterInnen oder um Angestellte handelt. Die arbeitsrechtliche Ungleichbehandlung gehört ab Jänner 2014 der Vergangenheit an", sagt Foglar. "Wer seinen Keller auspumpen, sein Haus von Schlamm befreien oder sonstige Aufräumarbeiten verrichten muss, soll dafür nicht Urlaub verbrauchen müssen, weil er oder sie ArbeiterIn ist. Urlaub ist zur Erholung da, für ArbeiterInnen wie auch für Angestellte."

Bisher war die Fortzahlung davon abhängig, ob man Angestellte/Angestellter oder ArbeiterIn ist, bzw. unter welchem Kollektivvertrag. Für Angestellte regelt das Angestelltengesetz (§ 8 Abs. 3), wann trotz Dienstverhinderung das Entgelt weiterbezahlt werden muss. Dieser Gesetzesstelle zufolge behalten Angestellte den Anspruch auf Entgelt, wenn sie durch wichtige, ihre Person betreffende Gründe ohne Verschulden während einer verhältnismäßig kurzen Zeit an der Dienstleistung verhindert sind. ArbeiterInnen hingegen hatten nur dann Anspruch auf Entgeltfortzahlung, wenn er im anzuwendenden Kollektivvertrag nicht ausgeschlossen war.

Forderung: Weiterbezahlung auch für freiwillige Feuerwehr

Die Gewerkschaftsjugend fordert, dass auch KatastrophenhelferInnen wie freiwillige Feuerwehrfrauen und -männer weiterbezahlt werden: "Ehrenamtliche Feuerwehrleute sollten für Katastropheneinsätze wie beim aktuellen Hochwasser keine Urlaubstage opfern müssen. Ihr wertvoller Dienst für die Allgemeinheit muss finanziell anerkannt werden", fordert ÖGJ-Vorsitzender Sascha Ernszt.

Der Artikel ist der Juli-Ausgabe von ÖGB aktuell erschienen.

Weitere Informationen
Newsletterauswahl

Bleib in Krisenzeiten informiert!

Abonniere jetzt den ÖGB-Newsletter und erhalte die wichtigsten aktuellen Nachrichten zum Thema "Arbeitswelt & Corona" in dein Postfach - gratis, kompakt und natürlich jederzeit kündbar!
Geschlecht
Geschlecht:
Name

Mit dem Absenden dieses Formulars stimme ich der Verarbeitung meiner eingegebenen personenbezogenen Daten gemäß den Datenschutzbestimmungen zu.

Artikel weiterempfehlen

Wir sind für Sie Da!
Österreichischer Gewerkschaftsbund
Johann-Böhm-Platz 1
A-1020 Wien
Telefon: +43 / 1 / 534 44 39
e-Mail: oegb@oegb.at
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt English