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Hitzefrei für Bauarbeiter

Bau-Beschäftigte sind in den heißen Sommermonaten extremen Arbeitsbelastungen ausgesetzt

Der langersehnte Sommer – endlich ist er da. Mit strahlend blauem Himmel und Temperaturen über der 30-Grad-Marke. Wer freut sich da nicht und möchte nicht am liebsten jede freie Minute in der Sonne,  im Freibad verbringen. Doch für viele sind die hohen Temperaturen und die direkte Sonneneinstrahlung auch gefährlich – vor allem für Bauarbeiter, die selten viele Möglichkeiten haben, in den Schatten oder klimatisierte Räume zu flüchten. Sie sind den ganzen Tag über extremer Hitze ausgesetzt und müssen auch noch zusätzlich körperlich schwerste Arbeiten verrichten.

Brennheiß
PORR-Baustelle in Wien-Penzing: Etwa 70 Bauarbeiter sind an der Entstehung eines neuen Wohnhauses beteiligt. Die Wetterfrösche hatten über 32 Grad angekündigt, in der prallen Sonne dürften es einige Grad mehr gewesen sein. Ausgestattet mit Sicherheitskleidung, festen Schuhen und Schutzhelmen heben und tragen die Arbeiter schwere Lasten. Ohne Handschuhe fassen Eisenbieger das Eisen nicht an – es ist brennheiß. Aber von der Hitze lassen sich die Arbeiter nicht ihre Laune vermiesen. Ein wenig Zeit fürs Scherzen muss sein, sonst ertragen wir diese Temperaturen nicht, lautet der einstimmige Tenor. Kurz, knapp und eindeutig ist jedoch die Antwort der schwitzenden Bauarbeiter auf die Frage, wie sie das Arbeiten an solchen Tagen aushalten: schwer.

Sonnenschutz
Die Gewerkschaft Bau-Holz führt auch dieses Jahr eine Sonnenschutz-Aktion durch. Sie informiert die Bau-Beschäftigten vor Ort mit Flyern und Plakaten über die notwendigen Schutzmaßnahmen und sensibilisiert sie dafür. Ein großes Anliegen dabei ist die Information der Lehrlinge. Denn vor allem BerufseinsteigerInnen sind sich oft nicht über die großen Risiken im Klaren. Dass zu viel Sonne nicht nur zu Sonnenbrand, sondern auch zu bösen Hauterkrankungen führen kann, dessen sind sich viele Bauarbeiter gar nicht bewusst. Gerade am Bau spricht man von „harten Kerlen“, die es von den Gefahren der direkten Sonneneinstrahlung zu überzeugen gilt. „Wir versuchen unsere Arbeitsorganisation bei solchen Hitzegraden anders zu planen, fangen früher an, hören früher auf“, erzählt Vorarbeiter Basic Sabahudin. Dass die Männer öfter kurze Pausen machen und in den Schatten flüchten, das unterstützt auch der Arbeitgeber. „Wir stellen täglich reichlich Trinkwasser zur Verfügung und Sonnenschutzmittel, denn das gehört genauso zur täglichen Schutzausrüstung wie Sicherheitsschuhe und Helme“, erzählt Bauführer Norbert Binder.

Gesund in die Pension
Ob bei Tropenhitze oder Kälte – unter extremen Bedingungen machen Bauarbeiter ihren täglichen Job. „Schwer arbeitende Menschen sind ab dem 50. Lebensjahr körperlich schon oft so kaputt, dass sie in die Frühpension fliehen müssen“, ärgert sich Josef Muchitsch, Vorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH), über Forderungen nach höheren Abschlägen bei Frühpensionen und Arbeiten bis 67. „Das ist eine Verhöhnung aller schwer arbeitenden Menschen, und wir laden alle selbsternannten Experten ein, nur einen Tag auf einer Baustelle zu arbeiten. Ich bin mir sicher, dann wären diese Forderungen endlich vom Tisch“, fügt er hinzu.

Gesundheitsschädigend

Die GBH fordert "Hitzefrei" für Bauarbeiter. „In den nächsten Tagen klettern die Temperaturen wieder steil noch oben. Bis zu plus 38 Grad werden vorhergesagt. Während Badegäste bei diesen tropischen Temperaturen einfach in den Schatten flüchten können, müssen unsere Bau-Holz Arbeiter weiter in der prallen Sonnen Schwerstarbeit leisten. Das kann es doch nicht sein", sagt der Baugewerkschafter Muchitsch.

Mehr Informationen unter:

GBH fordert "Hitzefrei"
www.soli.at 

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