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Sozialpartner fordern Bildungsoffensive

Kindergärten verbessern, ganztägige Schulen anbieten

Ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr, mehr ganztägige Schulen, leistbares Wohnen für junge Menschen, Jugend und Gesundheit – um all das ging es beim heurigen Bad Ischler Dialog, dem traditionellen Treffen der österreichischen Sozialpartner. "In die Jugend investieren" – unter diesem Motto haben ÖGB, Arbeiterkammer, Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer am 16. September ein gemeinsames Positionspapier präsentiert.

Für ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser beginnt Bildung beim Kindergarten. "Es geht nicht mehr nur um warm, satt und sauber. Es geht um Kinderbildung, nicht nur um Kinderbetreuung." Das derzeitige Angebot ist in manchen Bundesländern zu wenig, wo die Kindergärten nur halbtags geöffnet sind und in den Sommermonaten wochenlang schließen. "Wir brauchen in ganz Österreich ausreichend Kinderbildungseinrichtungen, damit Frauen vermehrt in Vollzeitbeschäftigung gehen können", so Oberhauser.

Zwei Jahre Kindergarten für alle statt 'Herdprämien'

Die Sozialpartner fordern ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr. "Wir müssen den Kindern zwei Jahre Zeit geben, um ihre Sprachkenntnisse zu perfektionieren, aber auch, um andere Skills zu erlernen", fordert Oberhauser. Was gar nicht in Frage kommt, sind 'Herdprämien', die manche Gemeinde gerne an jene Mütter auszahlen würde, die ihr Kind nicht in eine hochqualifizierte Kinderbildungseinrichtung geben, sondern zuhause behalten wollen. "Die Gemeinden sollen in Kindergärten investieren, statt Müttern das Fernbleiben vom Arbeitsmarkt zu versilbern." Für die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben sind auch ganztägige Schulformen notwendig.

Betriebe bilden zu wenig Lehrlinge aus

Die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) forderte vor allem mehr betriebliche Lehrstellen und mehr Qualität in der Lehrausbildung. „Derzeit warten 17.000 Jugendliche auf einen Lehrplatz in einem Betrieb. Es müssen wieder mehr Unternehmen Lehrlinge von Anfang an selbst ausbilden. Sonst wird den Jugendlichen ihre Zukunft geraubt“, sagt Sascha Ernszt, Vorsitzender der ÖGJ. Problematisch ist auch, dass die duale Berufsausbildung der einzige Bereich im Bildungssystem ist, wo es keine Qualitätssicherung gibt. "Wir dürfen nicht länger warten: Qualitätssicherung sofort."

Auch bei der "Lehre mit Matura" fordert die ÖGJ Verbesserungen. "Das Modell ist ein Erfolgskonzept. Allerdings müssen wir durchsetzen, dass die Lehre mit Matura allen Lehrlingen offensteht, und nicht nur denjenigen, bei denen die Vorbereitung zufällig in den Dienstplan passt. Betroffene sollen sich nicht länger zwischen Arbeit und Ausbildung entscheiden müssen. Dafür muss es ein Rechtsanspruch auf 'Lehre mit Matura' in der Arbeitszeit geben", so Ernszt.

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