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Frauen arbeiten seit 8. Oktober "gratis"

Oberhauser: Mehr Tempo beim Schließen der Einkommensschere

Im Schnitt verdienen Frauen in Österreich im Jahr 2013 um 23,2 Prozent weniger als Männer – und zwar für Vollzeitarbeit. Ab dem österreichweiten Equal Pay Day am 8. Oktober haben Männer bereits jenes Einkommen erreicht, für das Frauen noch bis Jahresende arbeiten müssen. Männer werden in dieser Zeit noch durchschnittlich 10.559 Euro verdienen.

"Gerechtigkeit bei Löhnen und Gehältern ist eine Voraussetzung, um die Einkommensentwicklung der Frauen an jene der Männer anzugleichen. Neben Maßnahmen am Arbeitsmarkt und auf Unternehmensebene braucht es gesellschaftliche Veränderungen - vom Aufbrechen veralteter Rollenbilder bis zur Arbeitsbewertung. Diskriminierungen müssen betrieblich aufgezeigt, öffentlich thematisiert und sanktioniert werden. Jeder Euro, der Frauen weniger bezahlt wird, hat individuelle und gesamtwirtschaftliche Konsequenz", sagt Sabine Oberhauser, Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende des ÖGB.

Um auf den Equal Pay Day aufmerksam zu machen, haben die ÖGB-Frauen österreichweit Flashmobs veranstaltet, bei denen symbolisch die Einkommensschere geschlossen wurde. "Die Einkommensschere schließt sich viel zu langsam. Wir müssen gemeinsam Tempo machen", fordert Oberhauser. 

Video von den österreichweiten Flashmobs

>> Video auf YouTube ansehen

Die ÖGB-Frauen fordern:

  • Kollektivvertraglicher Mindestlohn bzw. -gehalt von 1.500 Euro
  • Verpflichtung zur Einkommensangabe in allen Stelleninseraten
  • Weiterentwicklung der Einkommensberichte
  • Verankerung von Frauenförderung als erzwingbare Betriebsvereinbarung
  • Nachweisliche betriebliche Frauenförderung als Voraussetzung für die Vergabe bestimmter Unternehmenssubventionen und öffentlicher Aufträge
  • Mehr Frauen in Führungspositionen in Unternehmen und Institutionen mit dem Ziel, schrittweise den Frauenanteil der Beschäftigten auch im Management zu repräsentieren
  • Anrechnung der Karenzzeiten auf alle dienstzeitabhängigen Ansprüche (analog Präsenz- und Zivildienst) 
  • Höhere Gehälter der Beschäftigten in frauendominierten Branchen, insbesondere im Dienstleistungssektor, im Bereich Gesundheit und Pflege, im Sozialbereich, sowie in allen Bereichen der Bildung
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