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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Arme Menschen sterben früher

Armut verkürzt die Lebenserwartung der Menschen drastisch

Während die Reichen laut Oxfam-Studie immer reicher werden, werden die armen Menschen immer ärmer. Eine Auswertung der EU-Sozialstudie SILC hat jetzt ergeben, dass Armut darüber hinaus das Leben der Betroffenen drastisch verkürzt. Und die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer.

Menschen, die jahrelang in manifester Armut leben, also beispielsweise Probleme haben, ihre Wohnung warm zu halten, werden öfter krank und sterben um durchschnittlich zehn Jahre früher als die restliche Bevölkerung. Im wesentlich sind diese Menschen Bezieherinnen und Bezieher der Mindestsicherung.

Männer öfter betroffen als Frauen
Im Geschlechtervergleich sterben in Armut lebende Männer durchschnittlich bis zu elf Jahre früher, in Armut lebende Frauen um vier Jahre früher. Werden Menschen obdachlos verringert sich die Lebenserwartung sogar um bis zu 20 Jahre. Grundsätzlich: Je länger die Armut andauert, desto kürzer die Lebenserwartung.

Rund 1, 2 Millionen armutsgefährdet – Politik muss reagieren
Gesamt sind in Österreich laut Statistik Austria rund 1,2 Millionen Menschen armutsgefährdet und 270.000 Menschen von extremer Armut betroffen. „Das sind rund 3,2 Prozent aller österreichischen StaatsbürgerInnen. Diese Zahl entspricht in etwa der gesamten Bevölkerung von Graz, der zweitgrößten Stadt Österreichs. Einsparungen bei Sozialleistungen verschlechtern die Situation von Mindestsicherungsbeziehern weiter und die Armutsgefährdung steigt“, warnt Martin Schenk von der Armutskonferenz, einem Netzwerk sozialer Hilfsorganisationen.

Kritik an Neuregelung der Mindestsicherung
Der ÖGB kritisierte bereits, dass der aktuelle Gesetzesentwurf zur Neuregelung der Bedarfsorientierten Mindestsicherung zahlreiche Verschlechterungen enthält, da es zukünftig keine Mindestsätze sondern Obergrenzen geben soll, die von den Bundesländern unterschritten werden können. Besonders problematisch dabei ist, dass viele der vorgeschlagenen Richtsätze deutlich niedriger angesetzt sind als die bisherigen Leistungen. Der neue Vorschlag zur Sozialhilfe bekämpft somit nicht Armut oder Armutsgefährdung, sondern verschlechtert die Situation für viele Betroffenen noch.

​Mehr Infos zur Mindestsicherung.

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