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4-Tage-Woche in Österreich?

Aktuelle Studie bestätigt Vorteile der Arbeitszeitverkürzung für Belegschaft und Unternehmer

Erst 2018 wurde der Zwölfstundentag von der Regierung gesetzlich verankert und die Höchstarbeitszeit auf 60 Wochenstunden ausgedehnt. Der ÖGB fordert jedoch nach wie vor eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich und eine 4-Tage-Woche. Selbst beim jährlichen Weltwirtschaftsforum wurde die Frage aufgegriffen, ob eine kürzere Arbeitswoche nicht zu besseren Ergebnissen der Unternehmen führen könnte. Die österreichische Wirtschaftskammer hat sich dagegen ausgesprochen.

Neuseeländisches Unternehmen als Studienobjekt

Eine aktuelle neuseeländische Studie zeigt laut orf.at erneut, dass kürzere Arbeitswochen zu mehr Engagement der Belegschaft, gesteigerter Produktivität und Unternehmensgewinnen führen. Untersucht wurde eine Fondsgesellschaft, bei der 240 MitarbeiterInnen seit vergangenem November bei gleichem Lohn statt 37,5 nur noch 30 Stunden arbeiten. Der Geschäftsführer bestätigte, dass die Gewinne dabei trotz Arbeitszeitreduzierung sogar um 20 Prozent gesteigert werden konnten.

Voraussetzung für die Umstellung war, dass alle MitarbeiterInnen ihr Einverständnis gaben und gemeinsam planten, wie sie ihre Arbeitsziele trotz Stundenreduzierung erreichen können. Insgesamt waren die Angestellten schließlich zufriedener und weniger gestresst. Ihre Work-Life-Balance verbesserte sich und auch die Zusammenarbeit im Team wurde dadurch gestärkt.

4-Tage-Woche in Österreich?

Eine Arbeitszeitverkürzung wirkt sich nicht nur positiv auf die menschliche Gesundheit aus, sondern würde auch Familien und speziell Frauen entlasten, die zusätzlich immer noch den überwiegenden Teil der unbezahlten Familien- und Hausarbeit leisten. Statt ständigem Zeitstress könnte man so für mehr Lebensqualität sorgen.

In vielen Ländern wird die 4-Tage-Woche von einzelnen Betrieben getestet. Auch in Österreich gibt es bereits Unternehmen, die die 4-Tage-Woche eingeführt haben, um als Unternehmen für junge MitarbeiterInnen attraktiv zu werden: darunter eine Onlinemarketingfirma aus dem Mühlviertel und ein Osttiroler Naturkosmetikhersteller. Die Optimierung der Arbeitsabläufe und die Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich führten dazu, dass die Gewinne sogar gesteigert werden konnten. Dennoch stellen diese Unternehmen derzeit die Ausnahme dar.


Der aktuelle Trend geht eher in Richtung Arbeitszeitflexibilisierung. ExpertInnen sind der Meinung, eine Verkürzung der Arbeitszeit müsse auf europäischer Ebene geregelt werden, denn in der österreichischen Bevölkerung gibt es für eine 4-Tage-Woche momentan noch zu wenig Rückhalt. Die nach wie vor hohe Zahl der Arbeitslosen und die Digitalisierung werden aber eine bessere Verteilung der Erwerbsarbeit bzw. eine Arbeitszeitverkürzung in Zukunft jedenfalls notwendig machen.

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