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Verbesserungen in KV-Runden

Mehr Zeitautonomie, 4-Tage-Woche, Altersteilzeit und Zeit für Weiterbildung

Die Gewerkschaften verhandeln in ihren Kollektivverträgen neben den jährlichen Gehalts- und Lohnerhöhungen auch viele Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen. Bei den letzten KV-Runden war als Ausgleich zum Arbeitszeitverlängerungsgesetz der Bundesregierung die Arbeitszeit ein Thema. Der erste Teil einer Serie über die kollektivvertraglichen Verbesserungen bei der Arbeitszeit dreht sich um den Handel.

Der Kollektivvertrags-Abschluss für 2019 hat im Handel wesentliche Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen geschaffen. Die Handelsangestellten profitieren nicht nur von mehr Zeitautonomie, sondern auch von klar geregelten Ansprüchen.
 
Die 4-Tage Woche als neues Arbeitszeitmodell im Handel

Mit diesem zusätzlichen Arbeitszeitmodell hat die Gewerkschaft der Privatangestellte, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) eine wichtige Forderung der ArbeitnehmerInnen umgesetzt. Wesentlich ist dabei der Rechtsanspruch auf eine andere Verteilung der Normalarbeitszeit.
 
Die Rückmeldungen der Angestellten sind sehr positiv. Das Modell wird dementsprechend stark nachgefragt. Doch gibt es große Vorbehalte einiger Arbeitgeber, vor allem in kleineren Betrieben. „Die ersten Erfahrungen in der Beratung zeigen, dass sich Arbeitgeber zu wenig informieren und oftmals fehlt der Wille sowie die Kreativität zur Gestaltung moderner Arbeitszeitmodelle“, sagt Anita Palkovich, Wirtschaftsbereichssekretärin der GPA-djp. „Wir möchten daran erinnern, dass der Antrag eines Angestellten nur aus sachlich gerechtfertigten Gründen abgelehnt werden kann“, sagt Franz-Georg Brantner, Vorsitzender des Wirtschaftsbereichs Handel in der GPA-djp.
 
 
Die Altersteilzeit zum Ausgleiten aus dem Arbeitsleben

Viele Angestellte haben bereits ihren Antrag auf die kontinuierliche Altersteilzeit eingebracht. „Die Altersteilzeit ermöglicht es, in die Pension zu gleiten und schrittweise aus dem Arbeitsleben auszusteigen. Vielfach ist dies auch aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen notwendig. Mit der staatlichen Förderung werden für Arbeitgeber und ArbeitnehmerInnen die finanziellen Auswirkungen abgefedert. Ein guter Kompromiss für beide Seiten“, zeigt sich Brantner sehr zufrieden.
 
Weiterbildung schafft Perspektive

„Mit dem Rechtsanspruch auf Bildungskarenz konnten wir neben dem im letzten Jahr verankerten Rechtsanspruch auf eine andere Verteilung der Arbeitszeit im Zusammenhang mit der berufsbegleitenden Bildung, erneut die Bedingungen für die Angestellten im Handel verbessern“, zeigt sich Marie-Therese Reisenauer, Stv. Betriebsratsvorsitzende Thalia Buch- und Medien GmbH, zufrieden. „Die fortschreitende Digitalisierung und die Veränderung der Arbeitswelt fordern die Angestellten und die Betriebe.“
 
Eine Stunde weniger Arbeiten am 24.12.
 
Mit der Verkürzung der Arbeitszeit zu Weihnachten hat die GPA-djp den Wunsch vieler Beschäftigten nach mehr Familienzeit erfüllt. „Die Rückmeldungen unserer Beschäftigten zu dieser Regelung sind sehr gut. Die Belastung rund um Feiertage wie etwa Ostern, Pfingsten und Weihnachten ist im Lebensmittelhandel sehr groß. Wir versuchen in der Feinkost sowie mit vollen Regalen alle Wünsche der Konsumenten zu erfüllen. Die Beschäftigten stehen oft schon Stunden vor dem Aufmachen im Geschäft und haben sich diese eine Stunde mehr als verdient“, spricht Werner Hackl, Betriebsratsvorsitzender von Billa, aus Erfahrung.
 
Nächster Schritt: Weitere Modernisierung der  Arbeitszeitbestimmungen im Handel
 
Die Sozialpartner des Handels haben eine Befragung der Handelsangestellten und der Betriebe im Handel gestartet. Sie soll die Vielfalt im Handel aufzeigen und als Basis für die nächsten Gespräche dienen.
 
„Wir wissen, dass die Handelsangestellten das Ausmaß ihrer Arbeitszeit je nach individueller Lebenslage oder nach persönlichen Bedürfnissen definieren wollen. Eine bessere Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben nimmt für viele Beschäftigte an Bedeutung zu. Daher liegt der Fokus bei der Qualität der neuen Regelungen für Freizeit, Familie und Gesundheit“, sagt Palkovich zu den Zielen.
 
Der Onlinefragebogen kann von Angestellten auf der Website der GPA-djp ausgefüllt werden. Der Onlinefragebogen für Arbeitgeber ist auf der Homepage der WKÖ zu finden.
 
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