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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

2. KV-Verhandlungsrunde im Handel gescheitert

Ab 30. Oktober finden in allen Bundesländern BetriebsrätInnen-Konferenzen statt

Nach der zweiten Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die 413.000 Angestellten und 15.000 Lehrlinge im Handel sind die Fronten verhärtet – die Arbeitgeber sind wiederholt nicht auf die Forderungen der Gewerkschaft GPA-djp eingegangen. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 12. November statt. In der Zwischenzeit werden BetriebsrätInnen-Konferenzen in allen Bundesländern einberufen.

"Die Arbeitgeber waren auch heute nicht dazu bereit ernsthaft über unsere Forderungen zu diskutieren. Nach wie vor gibt es kein Angebot, das der Leistung der Handelsangestellten gerecht wird und den steigenden Arbeitsdruck berücksichtigt. Wir werden nun ab morgen in allen Bundesländern Konferenzen der Handelsbetriebsräte einberufen und die weitere Vorgehensweise beschließen", so die KV-VerhandlerInnen der GPA-djp Anita Palkovich und Martin Müllauer.

In der ersten Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die 413.000 Angestellten und 15.000 Lehrlinge im Handel am 22. Oktober einigten sich die VertreterInnen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber auf eine Inflationsrate von 1,7 Prozent, weitere Ergebnisse gab es nicht.

Forderungen der Gewerkschaft bleiben aufrecht

Das Einstiegsgehalt für Angestellte im Handel liegt unter 1.700 Euro brutto bei Vollzeit. Gleichzeitig sind die Lebenshaltungskosten bei den Gütern des täglichen Bedarfs zuletzt stark angestiegen. „Jeder zusätzliche Euro für die Angestellten fließt direkt in den Konsum, davon profitiert insbesondere der Handel. Mit einer Einzementierung der unteren Gehälter werden wir die Herausforderungen der Zukunft im Handel nicht bewältigen“, appelliert der Vorsitzende des GPA-djp Wirtschaftsbereichs Handel, Martin Müllauer, an die Arbeitgeber. Die Forderungen nach 100 Euro Gehaltserhöhung, drei zusätzlichen Freizeittagen und einem Schulstartgeld für Lehrlinge bleiben aufrecht, so Palkovich und Müllauer.

 

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