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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Handels-KV: Gewerkschaft geht gestärkt in 4. Runde

Zuletzt war das Gesprächsklima deutlich besser, ein Abschluss scheint in Reichweite.

Bald könnte es bei den Handelsangestellten mit einer Einigung klappen. Gewerkschaft und Arbeitgeber starteten am 21. November in der Wirtschaftskammer in Wien in die vierte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die 413.000 Angestellten und 15.000 Lehrlingen im österreichischen Handel.  Zuletzt war das Gesprächsklima deutlich besser, ein Abschluss scheint in Reichweite.

Die VerhandlerInnen beider Seiten zeigten sich vor dem Verhandlungsstart am späten Vormittag zuversichtlich, an diesem Tag einen Abschluss zu schaffen. Die Gewerkschaft GPA-djp und die Arbeitgeber haben sich schon bei den Themen Freizeit und Lehrlinge angenähert. Beim Gehaltsplus liegt man noch weit auseinander.

Vor allem die unteren Gehälter müssen angehoben werden

"Wir sind bereit, auf die Arbeitgeber-Seite zuzugehen, wenn sie bereit sind, faire Rahmenbedingungen in Freizeitsachen, in Arbeitszeitfragen zu bieten, aber auch wenn sie bereit sind, beim Gehalt vor allem auch die unteren Einkommen stärker anzuheben", sagte die gewerkschaftliche Chefverhandlerin Anita Palkovich von der GPA-djp im Ö1-"Morgenjournal". "In über 200 Betriebsversammlungen haben in ganz Österreich tausende Beschäftigte zum Ausdruck gebracht, dass es endlich zu einem Angebot der Arbeitgeber kommen muss, welches den Leistungen der Angestellten sowohl beim Geld als auch beim steigenden Arbeitsdruck gerecht wird. Diese Unterstützung gibt uns Kraft und Rückhalt.“

Bisheriger Verhandlungsverlauf

Die Arbeitgeberseite hat in der dritten KV-Runde ihr Gehaltsplus-Angebot um 0,1 Prozentpunkte auf 2,0 Prozent erhöht und eine Steigerung der Lehrlingsentschädigungen von 7,33 Prozent bestätigt. Die Gewerkschaft forderte zu Beginn der KV-Verhandlungen Ende Oktober ein Plus von durchschnittlich 4,4 Prozent, drei Freizeittage und 130 Euro Schulstartgeld für Lehrlinge. Die für die Verhandlungen relevante Inflationsrate betrug 1,7 Prozent.

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