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Gewerkschaften bleiben dabei: Corona-Tausender muss her

Auch bei den Kollektivvertragsrunden im Herbst ist Zurückhaltung der falsche Weg

Zuerst beklatscht, dann vergessen – das ist nicht fair gegenüber den ArbeitnehmerInnen, die sich während des Corona-Lockdowns einem erhöhten Infektionsrisiko aussetzen mussten und teilweise auch jetzt noch unter erschwerten Bedingungen arbeiten, sagt Karl Dürtscher, Bundesgeschäftsführer der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier).

Dürtscher: „Am Anfang wurden die HeldInnen beklatscht, jetzt sollen sie vergessen werden? Das ist der falsche Weg.“

Dass einige Handelskonzerne ihren MitarbeiterInnen Prämien bis zu 200 Euro ausbezahlt, sei eine schöne Anerkennung, so Dürtscher. Die Forderung der Gewerkschaften nach dem Corona-Tausender für alle, die das Land am Laufen gehalten haben, mache sie aber nicht obsolet, sagt Dürtscher: „Diese Einmalzahlung soll vom Staat kommen, das wäre auch ein wichtiger Impulsgeber für die Kaufkraft.“

Viele Bilanzen werden besser sein als angenommen

Zurückhaltung wird auch bei den Kollektivvertragsverhandlungen im Herbst nicht angebracht sein, erklärt Dürtscher: „Bei den Kollektivvertragsverhandlungen geht es den Gewerkschaften immer um dauerhafte Verbesserungen der Einkommen und Arbeitsbedingungen, auch in einem Ausnahmejahr.“

Außerdem könne am Beispiel Handel auch nicht die Rede davon sein, dass es allen Unternehmen schlecht gehe. Bereiche wie der Möbelhandel oder Gartenmärkte hätten die Umsatzeinbrüche nach dem Lockdown bereits wieder wettgemacht, so Dürtscher: „Viele Bilanzen werden besser ausschauen als angenommen.“ Davon abgesehen habe der Staat allen Unternehmen, die Kurzarbeit haben, die Kosten für ausgefallene Arbeitsstunden ersetzt.

Inflationsrate abgelten plus Prämien

Es wird auch bei den KV-Verhandlungen heuer darum gehen, dass die ArbeitnehmerInnen die Inflationsrate abgegolten bekommen, außerdem sind auch Prämien in den Branchen denkbar, meint Dürtscher: „Am Anfang wurden die HeldInnen beklatscht, jetzt sollen sie vergessen werden? Das ist der falsche Weg.“

 
 

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