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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

NR-Wahl: Pensionsantritts­alter von Frauen erhöhen?

Nur eine Partei will, dass Frauen länger arbeiten

Ein Drittel der Frauen geht aus der Arbeitslosigkeit in Pension. Eine frühere Anhebung des Pensionsalters würde vermehrt zu Altersarmut von Frauen führen.

Während Frauen schon im Erwerbsleben mit ihren niedrigen Einkommen kaum auskommen, verschärft sich ihre Situation nochmals beträchtlich, wenn sie ihren Arbeitsplatz verlieren. Niedrige Einkommen bedeuten auch weniger Arbeitslosengeld. Das Risiko, rasch an die Armutsgrenze zu kommen, ist daher sehr hoch.

Von Arbeitslosigkeit stark betroffen sind ältere Frauen. Ein Drittel geht sogar aus der Arbeitslosigkeit in die Pension. Eine frühere Anhebung des Frauenantrittsalters würde in weiterer Folge zu vermehrter Altersarmut beitragen – daher kommt dazu vom ÖGB ein klares Nein. Eine Umfrage unter den kandidierenden Listen zur Nationalratswahl 2019 hat nun ergeben: Nur eine Partei will, dass Frauen länger arbeiten und später in Pension gehen.

NEOS wollen Frauenpensionsantrittsalter anheben

Der ÖGB hat allen Parteien die Frage gestellt: „Sind Sie dafür, das Frauenpensionsantrittsalter früher an das Männerpensionsalter anzugleichen und somit rascher anzuheben?“ Mit Ausnahme der NEOS sprechen sich alle Parteien gegen eine frühere Angleichung des Frauenpensionsantrittsalters an das der Männer aus. Die Liste JETZT kann sich eine raschere Anhebung zwar vorstellen, aber „erst wenn alle sozialen und vor allem Einkommensungleichheiten zwischen Frauen und Männern abgeschafft sind.“ Frauen länger arbeiten lassen wollen jedenfalls die NEOS: „Frauen und Männer sollen das gleiche Pensionsantrittsalter haben.“

SPÖ, FPÖ, Grüne, KPÖ, Wandel und ÖVP gegen raschere Anhebung

Eine frühere Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters ist laut Grünen gar nicht mehr möglich und würde außerdem deutlich mehr kosten. Auch die FPÖ spricht sich gegen eine solche aus, sie schreibt: „Die bestehende Regelung sollte beibehalten und umgesetzt werden.“ Und die KPÖ: „Die Gleichstellung von Männern und Frauen ist noch lange nicht erreicht. Letztere dürfen nicht noch weiter benachteiligt werden.“

Auch SPÖ und der Wandel sind gegen eine frühere Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters an das der Männer. Die ÖVP hat zwar nicht auf die Frage des ÖGB direkt geantwortet, in einem stattdessen übermittelten Schreiben steht aber: „Nicht zur Diskussion steht eine gesetzlich schnellere Angleichung des Pensionsantrittsalters von Frauen.“

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