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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Elternteilzeit bringt bessere Berufschancen

Erwerbstätigkeit von Frauen gestiegen, die meisten arbeiten aber in Teilzeit

Elternteilzeit wird vor allem von Müttern genutzt

Die Erwerbstätigkeit von Müttern mit jungen Kindern ist in den letzten 15 Jahren deutlich gestiegen. Aus Sicht der Arbeiterkammer (AK) liegt das vor allem an der Einführung der Elternteilzeit im Jahr 2004. Wer Anspruch darauf hat, finde leichter ins Berufsleben zurück, so AK-Präsidentin Renate Anderl bei der heutigen Präsentation der Studie zur Elternteilzeit. Trotzdem blieben viele Frauen in der Teilzeitfalle, gab sie zu bedenken.

Deutlich mehr Frauen sind erwerbstätig

Zwar sind heute deutlich mehr Frauen erwerbstätig, bei der Stundenzahl bleiben sie jedoch im niedrigen Bereich, was negative Auswirkung auf das Einkommen und die spätere Pension hat. So hat im Vorjahr fast jede zweite Frau in Teilzeit gearbeitet, im Vergleich dazu lag 1994 die Teilzeitquote noch bei 29 Prozent. Deshalb fordern die ÖGB-Frauen nach wie vor eine Erhöhung des Mehrarbeitszuschlages bei Teilzeitbeschäftigten. Dieser beträgt bei Teilzeitkräften 25 Prozent und nicht 50 Prozent wie bei Vollzeitkräften.

Teilzeitarbeit nimmt zu, Vollzeitarbeit ab

Laut AK-Studie war 2005 die Hälfte der Frauen, deren jüngstes Kind zwischen 2 und 3 Jahren alt war, nicht erwerbstätig, 34 Prozent arbeiteten in Teilzeit und 10 Prozent hatten eine Vollzeit-Stelle. 2017 hingegen waren nur noch 36 Prozent nicht erwerbstätig, der Teilzeit-Anteil stieg auf 52 Prozent, während der Vollzeit-Anteil auf 7 Prozent zurückging. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Müttern, deren jüngster Nachwuchs zwischen 4 und 6 Jahre alt war: 2005 arbeiteten 16 Prozent von ihnen Vollzeit und 43 Prozent Teilzeit, während 34 Prozent nicht erwerbstätig waren. 2017 sank der Vollzeit-Anteil auf 12 Prozent, der Teilzeitanteil stieg auf 58 Prozent und nur noch 23 Prozent dieser Gruppe waren nicht erwerbstätig.

Immer noch wenige Väter in Elternteilzeit

Elternteilzeit nehmen immer noch fast ausschließlich Mütter in Anspruch, während Männer in Vollzeit arbeiten und Überstunden machen. Im Beobachtungszeitraum 2005 bis 2017 stieg der Teilzeitanteil der Väter mit vorschulpflichtigen Kindern von drei auf sieben Prozent – obwohl Männer viel öfter Rechtsanspruch auf Elternteilzeit hätten. Väter, die ihren Anspruch wahrnahmen, arbeiteten im Schnitt 27 bis 30 Wochenstunden.

ÖGB fordert Anspruch für alle

Einen Rechtsanspruch auf Elternteilzeit gibt es derzeit in Betrieben mit mehr als 20 MitarbeiterInnen und einer Beschäftigungsdauer von mindestens drei Jahren. Die ÖGB-Frauen fordern einen Anspruch auf Elternteilzeit für Mütter und Väter unabhängig von der Betriebsgröße und der Dauer der Betriebszugehörigkeit.

Mehr Informationen:
Studie zur Elternteilzeit

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