Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.

BetriebsrätIn von zu Hause aus

Belegschaftsvertretung funktioniert auch im Homeoffice

„Der persönliche Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen ist das Um und Auf der Betriebsratsarbeit.“ Das bekommen künftige BelegschaftsvertreterInnen in einer ÖGB-Broschüre mit auf ihren Weg. In Zeiten von Corona und Dauer-Homeoffice sind persönliche Kontakte aber eine große Hürde für viele BetriebsrätInnen. Beherzter Einsatz für die KollegInnen ist aber dennoch möglich, wie uns zwei Betriebsrätinnen erzählen. 

Neue Wege gehen 

„Wir stehen vor einer enormen Herausforderung. Die Kommunikation muss auf neue Beine gestellt werden, ohne Bewährtes aufzugeben“, sind sich Elisabeth Kubicek und Sandra Steiner einig, was die Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit in Zeiten von Homeoffice betrifft. Kubicek ist Betriebsratsvorsitzende bei Nokia, Steiner bei Atos. In beiden Unternehmen zählt Homeoffice sozusagen zum Standard und das seit zwölf Jahren. 

„Wir stehen vor einer enormen Herausforderung. Die Kommunikation muss auf neue Beine gestellt werden, ohne Bewährtes aufzugeben.“ Elisabeth Kubicek und Sandra Steiner 

Signale erkennen 

Trotz langer Tradition von Homeoffice und auch der speziellen Situation – Außendienstarbeit – hat Corona in beiden Unternehmen wieder sichtbar gemacht, wie anders Betriebsarbeit sein muss. Steiner: „Es kommt oft auf den Typ Mensch an. Die einen kommen sehr gut zurecht, andere überhaupt nicht. Und hier beginnt die Herausforderung.“ Dabei geht es um das rechtzeitige Erkennen, ob ein Kollege oder eine Kollegin gerade Probleme hat. Steiner: „Wenn wir zusammenstehen, habe ich eine ganz andere Art der Kommunikation und Wahrnehmung. Ich kann leichter erkennen ob es bei jemanden sozusagen „zwickt“. 

Kubicek ergänzt: „Wir kommen an viele Leuten nicht mehr so heran. Ich versuche, diese KollegInnen dann ins Büro zu bekommen, ihnen anzubieten, auf einen Kaffee zu gehen.“ Steiner: „Es geht auch darum, das Defizit auszugleichen, das entsteht, wenn die Kommunikation nicht von Angesicht zu Angesicht stattfindet. Wenn jemand hundert Mails am Tag bekommt und dann auch noch eines vom Betriebsrat – das ist nicht hilfreich.“ 

Weiterentwicklung gefragt 

Gewerkschaft, BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen werden sich nicht nur diesen Herausforderungen stellen, sondern sich auch entsprechend weiterbilden müssen: „Wie präsentiere ich mich?“ oder „Wie produziere ich ein Video, das auch meine Emotionen vermittelt?“, sind nur zwei von einer Vielzahl an Fragen, die eine praktische Antwort brauchen. 

Ähnliche Themen:

So haben Elisabeth und Senad das Arbeiten zu Hause erlebt 10.06.2020

Plötzlich Homeoffice!

So haben Elisabeth und Senad das Arbeiten zu Hause erlebt
Frau im Home Office 08.06.2020

Wenn die Wohnung zum Büro wird

So ging es Österreichs Beschäftigten im Homeoffice
Hohe Arbeitslosigkeit trifft vor allem Familien hart 22.05.2020

Corona fördert Armut

Hohe Arbeitslosigkeit trifft vor allem Familien hart
Newsletterauswahl

Bleib in Krisenzeiten informiert!

Abonniere jetzt den ÖGB-Newsletter und erhalte die wichtigsten aktuellen Nachrichten zum Thema "Arbeitswelt & Corona" in dein Postfach - gratis, kompakt und natürlich jederzeit kündbar!
Geschlecht
Geschlecht:
Name

Mit dem Absenden dieses Formulars stimme ich der Verarbeitung meiner eingegebenen personenbezogenen Daten gemäß den Datenschutzbestimmungen zu.

Artikel weiterempfehlen

Wir sind für Sie Da!
Österreichischer Gewerkschaftsbund
Johann-Böhm-Platz 1
A-1020 Wien
Telefon: +43 / 1 / 534 44 39
e-Mail: oegb@oegb.at
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt English