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AMS-Personalaufstockung abgesagt

ÖGB kritisiert falsches Signal Sparen und fordert mehr Arbeitslosengeld

Der AMS-Verwaltungsrat sollte in seiner Sitzung am 30. Juni die Aufstockung des Personals über 350 MitarbeiterInnen beschließen, aber dieser Punkt wurde überraschend vertagt. Für ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian völlig unverständlich: „Die Situation am Arbeitsmarkt wird sich leider nur langsam entspannen. Umso wichtiger sind kompetente Beratung und Betreuung der Menschen auf Arbeitssuche. Dafür braucht es ausreichend Personal – jetzt!“

AMS-Beschäftigte sind am Limit

Rund eine halbe Million Menschen sind arbeitslos. Die MitarbeiterInnen des AMS, die in den vergangenen Monaten eine wahre Flut an Anfragen und Anträgen bewältigt haben, brauchen dringend Entlastung, denn die Lage am Arbeitsmarkt bleibt weiterhin extrem angespannt. „Das AMS braucht also zusätzliche Stellen“, sagt Katzian: „Die verzögerte Personalaufstockung im Verwaltungsrat ist ein falsches Signal.“

"Das AMS braucht jetzt mehr MitarbeiterInnen und nicht am Sankt Nimmerleinstag!" Wolfgang Katzian

Arbeitssuchende brauchen kompetente Beratung

„Koste es, was es wolle“, diesem Versprechen der Bundesregierung müssen endlich Taten folgen, fordert der ÖGB-Präsident. Jetzt geht es wirklich darum, alle Ressourcen zu bündeln und nicht am falschen Platz zu sparen. Arbeitslose brauchen ausreichende Beratung und Betreuung. Die Kurzarbeit muss verlängert werden. Gleichzeitig müssen schnell konkrete Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen für andere Jobs gestartet werden. Für alle diese wichtigen Schritte braucht es auch gut geschultes AMS-Personal. „Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit duldet keine Verzögerung, die richtigen Investitionen müssen schnell getätigt werden“, fordert der ÖGB-Präsident: „Es ist wirklich unverständlich, dass die Personalaufstockung des AMS offenbar auf die lange Bank geschoben werden soll. Das AMS braucht jetzt mehr MitarbeiterInnen und nicht am Sankt Nimmerleinstag!“

Mehr Arbeitslosengeld

Außerdem lässt Katzian nicht locker mit der ÖGB-Forderung, das Arbeitslosengeld von derzeit 55 Prozent auf 70 Prozent zu erhöhen. Rund einer halben Million Arbeitslosen stehen knapp 60.000 offene Stellen zur Verfügung – es kann sich also nicht gar nicht ausgehen, dass alle schnell neue Arbeit finden: „Die Betroffenen brauchen mehr Geld, um nicht in die Armut abzurutschen. Höheres Arbeitslosengeld würde sich außerdem auf das Konsumverhalten auswirken – die Wirtschaft würde also ebenso davon profitieren. Wann, wenn nicht jetzt, kann sich die Bundesregierung endlich zu diesem notwendigen Schritt durchringen?“

 

 

 

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