Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Sieben EU-Länder belohnen Corona-HeldInnen mit Bonus

HeldInnen in Österreich warten immer noch auf Corona-Tausender. Worauf wartet die Bundesregierung?

Vor allem in Krisenzeiten zeigt sich, wie wichtig der Einsatz von ArbeitnehmerInnen ist, die in systemrelevanten Branchen arbeiten und so das Land am Laufen halten. In den ersten Monaten der Corona-Pandemie haben sie sich einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt und sind psychisch und physisch an ihr Limit gegangen. Dafür wurden sie weltweit beklatscht und mit Dankesreden überhäuft. Verdient hätten sie einen finanziellen Bonus. 

Der Österreichische Gewerkschaftsbund fordert einen Corona-Tausender für alle Corona-HeldInnen, steuerfrei im Rahmen der Corona-Hilfspakete der Bundesregierung. Dieser Forderung haben sich 140.000 Menschen angeschlossen und damit großen Druck aufgebaut. Die Bundesregierung hat zwar mehrfach den Corona-Tausender für die HeldInnen der Krise in Aussicht gestellt. Erhalten haben sie ihn aber bis jetzt nicht. Anders ist das in sieben EU-Ländern, wie Eurofund zusammenfasst. 

Finanzielle Belohnung für Beschäftigte in systemrelevanten Jobs 

In mindestens sieben EU-Mitgliedstaaten haben Regierungen außerordentliche Boni oder vorübergehende Lohnerhöhungen für Beschäftigte in systemrelevanten Jobs als Anerkennung für ihre Arbeit während der Pandemie eingeführt. Eurofund hat zusammengefasst wo es Boni für Beschäftigte gibt. 

Quelle: COVID-19 EU PolicyWatch database (status April 2020)

In Litauen erhalten die Beschäftigten im Gesundheitswesen vorübergehend eine Lohnerhöhung zwischen 60 und 100 Prozent. In Frankreich bekommen jene, die mit Covid-19-PatientInnen arbeiten eine Einmalzahlung von 1.500 Euro, andere Beschäftigte im Gesundheitswesen erhalten 500 Euro Bonus. Außerdem entschied sich Frankreich für einen „Kaufkraft-Sonderbonus“ zwischen 1.000 und 2.000 Euro für MitarbeiterInnen in systemrelevanten Dienstleistungsbranchen.  

Die griechische Regierung gewährte einen Bonus in Höhe der Hälfte des monatlichen Grundgehalts. Italien bot ArbeitnehmerInnen, die kein Home-Office machen konnten und zum Arbeitsplatz fahren mussten, zumindest 100 Euro. Und in Deutschland hat die Gewerkschaft verdi erreicht, dass MitarbeiterInnen in der Langzeit- und häuslichen Pflege einen Bonus von 1.500 Euro bekommen – ein Sektor, der seit langem Schwierigkeiten hat, neue Mitarbeiter einzustellen und zu halten. 

Der Corona-Tausender wäre auch für die HeldInnen in Österreich eine Anerkennung ihrer wertvollen Arbeit in einer schwierigen Zeit. Oberstes Ziel ist und bleibt eine langfristige Lohnerhöhung. Dafür setzen sich die Gewerkschaften in den jährlichen Kollektivvertragsverhandlungen ein. 

Ähnliche Themen:

23.09.2020

Erhöhte Notstandshilfe muss auch 2021 gelten

Verlängerung bis Jahresende zu wenig, Arbeitsmarkt erholt sich nur langsam - 200.000 Menschen würden von Verlängerung profitieren
Sozialpartner Katzian, Anderl, Mahrer sowie Bunderegierung Schramböck, Aschbacher und Anschober 15.09.2020

Arbeitslosigkeit auf das Niveau vor der Krise senken

ÖGB und AK haben zu Spitzengespräch mit VertreterInnen von Bundesregierung und WKO geladen
14.09.2020

„Das ist eine Riesensauerei!“

Lautstarker Protest am Wiener Josefsplatz wegen Massenkündigungen bei ATB und fehlender Hilfe der Regierung
Newsletterauswahl

Bleib in Krisenzeiten informiert!

Abonniere jetzt den ÖGB-Newsletter und erhalte die wichtigsten aktuellen Nachrichten zum Thema "Arbeitswelt & Corona" in dein Postfach - gratis, kompakt und natürlich jederzeit kündbar!
Geschlecht
Geschlecht:
Name

Mit dem Absenden dieses Formulars stimme ich der Verarbeitung meiner eingegebenen personenbezogenen Daten gemäß den Datenschutzbestimmungen zu.

Artikel weiterempfehlen

Wir sind für Sie Da!
Österreichischer Gewerkschaftsbund
Johann-Böhm-Platz 1
A-1020 Wien
Telefon: +43 / 1 / 534 44 39
e-Mail: oegb@oegb.at
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt English