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"Die 450 Euro für Arbeitslose sind ein Witz!"

oegb.at hat sich vor dem AMS umgehört, wie es arbeitslosen Menschen in der Corona-Krise geht

Auch diese Woche präsentiert Arbeitsministerin Aschbacher die aktuellen Arbeitsmarktdaten. Und erneut ist die Arbeitslosigkeit gesunken. 21.000 Menschen haben innerhalb einer Woche wieder eine Arbeit gefunden. Aber immer noch sind rund 450.000 Menschen arbeitslos oder in Schulungen und mehr als 400.000 Menschen in Kurzarbeit. 

„Ein Tropfen auf den heißen Stein.“ ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian

Im Nationalratsmarathon, der letzten Sitzung vor der Sommerpause, wurde die vorangekündigte 450 Euro Einmalzahlung für Arbeitslose und MindestsicherungsbezieherInnen nun beschlossen. Vorgesehen ist diese Einmalzahlung aber nur für Personen, die zwischen Mai und August 2020 an mindestens 60 Tagen Arbeitslosenngeld oder Notstandshilfe bezogen haben.

 „Ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian zu diesem Vorhaben. „Viele Menschen, die jetzt arbeitslos sind, werden lange keinen Job finden. Was sie brauchen, ist eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes und keine Einmalzahlung, die sie nicht davor schützt, in die Armut abzurutschen.“ 

„Probieren Sie es aus, wie es ist, arbeitslos zu sein“ 

oegb.at hat sich vor dem Arbeitsmarktservice Esteplatz im 3. Wiener Gemeindebezirk umgehört, was Betroffene von der Einmalzahlung für Arbeitslose und MindestsicherungsbezieherInnen halten. 

Ein älterer Klient, der das AMS Esteplatz gerade verlassen hat, antwortete auf die Frage, ob die 450 Euro helfen: „Probieren Sie es selbst einmal aus, wie es ist, mit dem Arbeitslosengeld auszukommen. Dann sehen sie auch, ob die 450 Euro etwas helfen oder nicht.“ Ein anderer Mitte Dreißigjähriger, der gerade wieder am Heimweg ist, sagt: „Naja, natürlich hilft es ein bisschen. Die einen freuen sich, aber für die anderen reicht es einfach nicht aus.“ 

Besser wäre, das Arbeitslosengeld zu erhöhen 

Viele der Befragten sind mit der Maßnahme der Bundesregierung unzufrieden. „Ich habe gehört, dass das auf 150 Euro pro Monat gedeckelt worden ist. Im Prinzip ist das für drei Monate ein Witz!“, kommentiert ein Betroffener im Interview mit oegb.at vor der AMS-Geschäftsstelle.

„Lange wird es ihnen nicht helfen. Besser wäre es, man würde das Arbeitslosengeld erhöhen.“ 

„Man müsste die Wirtschaft mehr ankurbeln. Und das kann man nur, wenn man Geld in die Hand nimmt und verteilt. Dann würden die Leute einkaufen gehen und etwas machen.“ Auch ein Pensionist zeigt sich solidarisch: „Lange wird es ihnen nicht helfen. Besser wäre es, man würde das Arbeitslosengeld erhöhen.“ 

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