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Rauchfrei: Nicht alle sind begeistert

Eine User-Befragung zeigt: Viele wollen weiter rauchen, andere sind froh über die saubere Luft

Seit 1. November darf in Österreichs Restaurants, Beisln und Cafés nicht mehr geraucht werden. So gut das für die Gesundheit der Kellnerinnen und Kellner ist, so viel Aufklärungsbedarf herrscht offenbar noch: Bei einer Befragung der ÖGB-Facebook-Community sagen auf die Frage „Bist du für das Rauchverbot?“ nur 47 Prozent „Ja, sicher!“ – die knappe Mehrheit von 53 Prozent äußert sich hingegen ablehnend.

„Österreich hat den Sprung ins 21. Jahrhundert vollzogen - Danke an alle, die es engagiert und motiviert ermöglicht haben. Ein wichtiger Schritt im Interesse der Gesundheit der Gäste und insbesondere der Arbeitnehmer in der Gastronomie!“, zeigt sich Georg W. begeistert.

Spät aber doch. Die falsche Rücksicht auf Raucher und Tabakindustrie kostete Tausende Passivraucher das Leben. Gut das es endlich verboten wird. Roland B. auf Facebook

Schutz der ArbeitnehmerInnen hat Vorrang vor unternehmerischer Freiheit

Bernadette W. hingegen sieht im Nichtraucherschutz den „größten Schwachsinn aller Zeiten. Die vorige Lösung war völlig ausreichend.“ Ähnlich Franz G., der einen „Eingriff in die persönliche Freiheit der Menschen“ sieht. Auch einige andere User sehen drastische Einschnitte in die Freiheit der Gastwirte. Dem muss man allerdings entgegenhalten, dass der Schutz der ArbeitnehmerInnen Vorrang haben muss: vor 15-Stunden-Schichten, vor giftigen Arbeitsstoffen wie Asbest – aber eben auch vor verqualmten Arbeitsräumen.

Endlich! Hat ja lang genug gedauertWolf S. auf Facebook

Auch RaucherInnen wollen nicht neun Stunden lang im Rauch arbeiten

Ein weiteres Argument der Rauch-BefürworterInnen bringt zum Beispiel Karin M. vor: „Die Angestellten in der Gastronomie sind zum Großteil selbst Raucher, habe ich festgestellt.“ Aber Oberkellner Andreas Schwabl sagte im vida-Podcast, es sei ein Unterschied, ob jemand hin und wieder eine Zigarette rauchen möchte, oder ob er/sie den ganzen langen Arbeitstag im Rauch stehen muss: „Ich kenne niemanden unter meinen KollegInnen, der acht oder neun Stunden dem Rauch ausgesetzt sein will. Auch die Raucher wollen nie wieder in einem Raucherbetrieb arbeiten.

Lokale können auch mit sauberer Luft überleben

Einige UserInnen befürchten auch, dass ihre Stammlokale zusperren müssen, sobald sie die Aschenbecher weggeräumt haben werden. Berend Tusch von der Gewerkschaft vida glaubt das nicht: „Es gibt unzählige Beispiele auf der ganzen Welt, die zeigen, dass ein generelles Rauchverbot funktioniert. Das von Wirtschaftsseite vorausgesagte Lokalsterben und der massenhafte Verlust von Arbeitsplätzen sind nirgendwo eingetreten.“

Diese Sicht teilt auch Facebook-Userin Heidi L.: „Im sonst bis zur Unerträglichkeit verqualmten Café konnten wir heute das erste Mal unseren Kaffee inkl. Bagel rauchfrei wirklich genießen. Und siehe da, das Café war bummvoll. Auch die bekannten Kettentschicker waren da. Und es ging auch so. Soviel zum ‚Beislsterben‘ ....“

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