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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Millionärssteuer für den Klimaschutz

ExpertInnen haben errechnet, was man mit einer Millionärssteuer alles finanzieren könnte

Weltweit sind die reichsten 10 Prozent für die Hälfte des gesamten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Das liegt am Lebensstil – sie kaufen mehr ein, fahren mehr Auto und fliegen öfter mit dem Flugzeug. Das reichste 1 Prozent stößt 175 Mal so viel CO2 aus, wie die ärmsten 10 Prozent der Bevölkerung zusammen. Der Klimawandel wird also großteils von den Reichen verursacht, die Auswirkungen treffen allerdings besonders die ärmsten Teile der Bevölkerung.

6 Milliarden für Klimaschutzmaßnahmen

73 Prozent der ÖsterreicherInnen sprechen sich für die Einführung einer Millionärssteuer aus, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Laut EU-Kommission könnte man mit einer Millionärssteuer in Österreich je nach Gestaltung bis zu sechs Milliarden Euro einnehmen und damit wichtige nachhaltige Projekte für die Allgemeinheit finanzieren.

Im Bereich Klimaschutz könnte man mit 6 Milliarden Euro:


- Knapp 40.000 neue Zugverbindungen im Nahverkehr und über 600 Millionen neue Zug­Kilometer schaffen,

- über 500 neue Railjet-Züge oder über 150 Kilometer neue S-Bahn-Trassen bauen,

- über 500.000 neue Photovoltaikanlagen montieren.

Klimakrise belastet ärmere Teile der Bevölkerung

Menschen mit weniger Einkommen sind besonders von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen. Sie leben großteils in kleinen Mietwohnungen mit schlechter Bausubstanz. Es gibt keine Wärmedämmung, Außenjalousien oder Klimaanlagen und die Menschen haben keine finanziellen Möglichkeiten, energieineffiziente Wohnungen zu sanieren oder veraltete und energieraubende Geräte auszutauschen. Die Energiekosten sind im Verhältnis zum Haushaltseinkommen daher sehr hoch.

Dabei entstehen in Extremphasen auch Energieschulden, wenn etwa eine Nachzahlung im Zuge der Jahresabrechnung nicht beglichen werden kann. Zusätzlich bleibt oft kein Geld zur Abdeckung anderer Grundbedürfnisse wie Essen übrig – gesunde Ernährung und BIO-Lebensmittel sind für die meisten schlicht unleistbar.

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