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Dickes Minus statt „Patientenmilliarde“

Kassenumbau verschlingt bis 2024 knapp 1,7 Milliarden. Nach der Fusion schlug Plus in fettes Minus um.

Die neue Gesundheitskasse (ÖGK) startete erst im Jänner und steht schon auf wackeligen Beinen. Bereits jetzt ist sie in ein dickes Minus geschlittert. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Kassenumbau wird bis 2024 voraussichtlich 1,7 Milliarden Euro verschlingen. Und weiterhin ist kein Ende in Sicht, da es schon von Grund auf schiefgelaufen ist.

Vor der Fusion ein Plus, nach der Fusion ein Minus

Vor der Fusion schlossen die bisherigen Krankenkassen bis 2018 noch mit einem Plus ab. Aber schon im Jahr darauf verwandelte sich das Plus in ein sattes Minus. Seither geht es tiefer in die roten Zahlen. Ein Überblick: Der Verlust beträgt für dieses Jahr 175 Millionen Euro, steigt über die nächsten Jahre weiter an und findet seinen bisherigen Höhepunkt bei einem Minus von 544 Millionen Euro. Das bedeutet in Summe einen Gesamtverlust von etwas mehr als 1, 7 Milliarden Euro bis 2024.

ÖGB fordert gleiche Leistungen für gleiche Beiträge

Fakt ist: Die Krankenversicherungen wurden vor der Fusion in der Gesamtheit positiv übergeben. „Statt dieses Versagen mit aller Kraft zudecken zu wollen, sollten wenigstens jetzt rasch sinnvolle Schritte gesetzt werden“, unterstreicht Reischl. Was es jetzt dringend braucht seien gleiche Leistungen für gleiche Beiträge.

Risikostrukturausgleich notwendig

Dabei wesentlich ist der sogenannte Risikostrukturausgleich. Dadurch werden Risikounterschiede zwischen den Krankenkassen fair aufgeteilt. So kann beispielsweise der höhere Versorgungsbedarf in Großstädten oder geringere Einnahmen von vermehrt Geringverdienenden ausgeglichen werden. „Von den ArbeiterInnen und Angestellten bis hin zu den Selbstständigen müssen die Leistungen über alle Krankenversicherungsträger hinweg gleich sein – und zwar jeweils auf dem höchsten Niveau“, wiederholt Reischl die zentrale Forderung des ÖGB.

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