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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Unbegrenzt Urlaub?

Klingt gut, birgt aber versteckte Probleme

Mögliche Auswirkung: Weniger statt mehr Freizeit

Unbegrenzt auf Urlaub gehen dürfen – das klingt auf den ersten Blick großartig. Entsprechend hoch ist die Zustimmung, wenn man auf der Straße nachfragt. Die Mehrheit der österreichischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber hält unbegrenzten Urlaub für eine „tolle Idee“ – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage von karriere.at. Es gibt dabei aber ein Problem: Versuche zeigen, dass viele ArbeitnehmerInnen dann weniger Zeit frei nehmen, als für Erholung und Gesundheit notwendig wäre. Noch einen Haken gibt es: Wenn man keinen fixen Urlaubsanspruch mehr hat, wird nicht verbrauchter Urlaub auch nicht mehr ausgezahlt werden, wenn man aus dem Unternehmen ausscheidet.

„Plötzlich wollte sich im Unternehmen aber niemand mehr frei nehmen“

In den wenigen Fällen, wo Modelle mit unbegrenztem Urlaub schon erprobt worden sind, hat sich aber gezeigt, dass die Beschäftigten dann in vielen Fällen weniger Urlaub nehmen, als sie schon derzeit könnten. „Plötzlich wollte sich im Unternehmen aber niemand mehr frei nehmen“, hat die Tageszeitung „Die Presse“  schon 2015 berichtet. Ein Grund dafür könnte sein, dass sie die KollegInnen nicht allein mit der vielen Arbeit lassen wollen, oder dass sie gar Angst um ihren Job haben.

Körberlgeld für Unternehmer

Derzeit haben ArbeitnehmerInnen zumindest Anspruch auf fünf Wochen Urlaub. Wenn sie diesen nicht konsumieren, müssen die Arbeitgeber ihn in vielen Fällen bei Ausscheiden aus dem Unternehmen an die Beschäftigten auszahlen. Können alle unbegrenzt auf Urlaub gehen, dann gäbe es diesen Anspruch womöglich nicht mehr, je nach gesetzlicher Ausgestaltung. Die Unternehmer würden sich ein Körberlgeld verdienen und müssten auch in ihren Bilanzen keine unbeliebten Rückstellungen mehr bilden.

Besser: Mehr Urlaub für alle

Urlaub ist dringend zur Erholung notwendig, vor allem in Zeiten, wo die Arbeit immer dichter wird, wo also immer mehr Arbeit in der gleichen Zeit erledigt werden muss. Besser als Modelle mit angeblicher „Freiwilligkeit“ wäre es also, den Urlaubsanspruch zu erhöhen. Der ÖGB fordert etwa die sechste Urlaubswoche für alle. Wichtig wäre auch eine Unternehmenskultur, in der darauf geschaut wird, dass die Beschäftigten ihren Urlaub auch tatsächlich verbrauchen.

Jetzt schon schneller zur 6. Urlaubswoche – Ausbildungs- und Vordienstzeiten anrechnen!

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