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Wenn der Feiertag aufs Wochenende fällt

Facebook-Umfrage - 80 Prozent für mehr Freizeit: Feiertags-Ersatz am Montag

Feiertage sind ursprünglich dafür gedacht, um wichtiger Ereignisse zu gedenken, sei es religiöser oder weltlicher Natur. Aber Hand aufs Herz: Wer freut sich nicht (auch) deshalb darüber, weil es einen zusätzlichen freien Tag zum Abschalten und Erholen gibt? Vom Nationalfeiertag konnten heuer viele nicht in diesem Sinne profitieren – weil er auf einen Samstag gefallen ist, der für sehr viele ohnehin arbeitsfrei ist. Wir haben daher unsere UserInnen auf Facebook gefragt: „Bist du dafür, dass ein Feiertag, der aufs Wochenende fällt, am Montag nachgeholt wird?“ 80 Prozent unterstützen diesen kleinen Schritt in Richtung Arbeitszeitverkürzung.

Heuer ist auch schon der 6. Jänner auf einen Sonntag gefallen, und der 8. Dezember wird der nächste Feiertag sein, der an einem Wochenende liegt. Ein guter Anlass, um wieder darüber nachzudenken, nach solchen Feiertagen den Montag freizugeben. Dadurch entstehen längere Erholungspausen, die wichtig für die Gesundheit sind.

Faire Gegenleistung für gestiegenen Arbeitsdruck

Das sieht auch User Dieter L. so: „Als kleiner Ausgleich für die letztjährigen Geschenke an die Wirtschaft bzw. als Gegenleistung für den gestiegenen Druck im Arbeitsleben mehr als fair. Gibt es bspw. in Belgien und Spanien.“ Tatsächlich: In Spanien und Großbritannien werden sie am Montag nachgeholt. In Belgien und Luxemburg können die Unternehmen einen Werktag als Ersatz bestimmen.

Langes Wochenende am besten für Familien

Die Montagsvariante wäre für viele die familienfreundlichste: An den dadurch entstehenden langen Feiertagswochenenden bestünde die Möglichkeit zu gemeinsamen mehrtägigen Freizeitaktivitäten, weil dann ein Großteil der ArbeitnehmerInnen gleichzeitig frei hätte. Sonst sind sie immer darauf angewiesen, zur gleichen Zeit Urlaubstage zu bekommen.

Bescheidener Einstieg in eine generelle Arbeitszeitverkürzung

User Roman L. hat andere Prioritäten als das Feiertags-Nachholen: „Zugang zur 6. Urlaubswoche für alle, die mehr als 30 Dienstjahre haben, egal bei wie vielen Arbeitgebern, das wäre wichtiger.“ Das ist aber kein Widerspruch, der ÖGB fordert sowohl die sechste Urlaubswoche für alle als auch das Nachholen der Feiertage - als bescheidener Einstieg in eine generelle Arbeitszeitverkürzung. Denn die Menschen brauchen mehr Freizeit, um länger gesund und arbeitsfähig zu bleiben.

Ausblick: Auch 2020 wieder drei Feiertage weniger

Ein Blick in den Kalender zeigt: Auch im nächsten Jahr gibt es wieder drei Feiertage, die den meisten ArbeitnehmerInnen keine zusätzliche Erholung bringen: Der 15. August fällt auf einen Samstag, der 1. November ist ein Sonntag, und auch der zweite Weihnachtsfeiertag (26. Dezember) ist an einem Samstag. 2021 wird es dann noch trauriger: Gleich vier Feiertage fallen auf Wochenenden. Aber bis dahin wäre genug Zeit, um das Nachholen der Feiertage im Parlament zu beschließen. Facebook-User Franz M.: „Das sollte es schon lange geben 🙄“

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