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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Home Office: Diese Regeln gelten in Österreich

Österreich ist noch weit entfernt vom Recht auf freie Wahl des Arbeitsortes. Das gilt für Home Office und mobiles Arbeiten

Was sagt das Arbeitsrecht, wenn man von zuhause arbeitet? Was sagt das Arbeitsrecht, wenn man von zuhause arbeitet?

Recht auf Home Office? Anders als etwa in den Niederlanden, wo das unter bestimmten Voraussetzungen gilt, ist Österreich noch weit entfernt von der freien Wahl des Arbeitsortes. Die Arbeit im Home Office muss in Österreich zwischen Arbeitgeber und ArbeitnehmerIn geregelt werden. Einen Rechtsanspruch auf Home Office gibt es in Österreich für ArbeitnehmerInnen nicht. Viele Arbeitgeber regeln Home Office allerdings in Betriebsvereinbarungen oder auch mit konkreten Vereinbarungen für einzelne MitarbeiterInnen.

Betriebsvereinbarung empfohlen

Für Home Office gibt es bereits teilweise Regelungen in Kollektivverträgen. Es empfiehlt sich, als „Rahmen“ für die Einzelvereinbarungen zwischen Arbeitgeber und ArbeitnehmerInnen eine Betriebsvereinbarung abzuschließen. Details sind dann in den jeweiligen Einzelvereinbarungen zu regeln.

Home Office wird immer gängiger

Flexible Arbeitsformen wie Gleitzeit ohne Kernzeit oder Heimarbeit werden immer gängiger. „Vor allem die jüngeren Generationen erwarten sich diese Möglichkeit vom Arbeitgeber“, sagte Barbara Kellner von Deloitte im August: „Obwohl die Option häufiger angeboten und in Anspruch genommen wird, hat bei 85 Prozent der Unternehmen die physische Anwesenheit im Büro noch immer einen dominanten Stellenwert. Das wird zum Problem, wenn Anwesenheit mit Leistung gleichgestellt wird. Mitarbeiter trauen sich dann nicht, Home-Office-Angebote wahrzunehmen.“ Mehr lesen

Was fehlt: klare gesetzliche Regelung für Home Office

Der ÖGB fordert, dass Rechte und deren Durchsetzbarkeit für Home Office und mobiles Arbeiten geregelt werden. Die derzeitige juristische Unklarheit kann nämlich zu erheblichen Problemen führen – ein Beispiel: Wird ein Unfall in der Arbeitszeit als Arbeitsunfall anerkannt, gelten andere sozialrechtliche Ansprüche als bei privaten Unfällen. Gerade bei größeren Unfällen mit dauerhaften Gesundheitsfolgen hat das gravierende Folgen für die Unfallopfer. Mehr lesen

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