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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Kinderbetreuung: Ohne Oma und Opa geht es nicht

ÖGB fordert raschen Ausbau der Kinderbetreuung in allen Regionen

Die Kinderbetreuung ist in Österreich ausbaufähig. Dies stellt viele Familien vor zusätzlichen organisatorischen Herausforderungen - besonders in den Ferien ist Flexibilität gefragt. Eltern, die keine Omas und Opas oder andere Verwandte haben, die für sie einspringen, müssen Urlaubstage opfern, wie die ÖGB-Community bestätigt. Auf die Community-Frage: „Müsst ihr euch frei nehmen, um eure Kinder in den Ferien zu betreuen?“, antworteten drei von vier der Befragten mit Ja.

Viele Kommentare zu dieser ÖGB-Umfrage gehen in dieselbe Richtung: Eltern können nur arbeiten, wenn die Kinder in dieser Zeit von den Großeltern betreut werden. So etwa bei Lena B., die sich für die Kinderbetreuung in den Ferien keinen Urlaub nehmen muss: „Oma und Opa sei Dank zum Glück nicht! Aber ohne Großeltern würde es unmöglich funktionieren!“ Helene K. ergänzt: „Wenn die helfenden Omas (fallweise Opas) nicht wären, würde die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen noch schwerer sein und das Einkommen noch weniger.“

Gemeinsamer Urlaub für viele Familien unmöglich

Die Betreuungspflichten machen es für viele Familien zudem unmöglich, gemeinsam auf Urlaub zu fahren. User Eva H. sagt: „Kindergarten hat im Sommer VIER Wochen zu, Hort auch. Das heißt 2 Wochen bin ich im Urlaub, 2 Wochen mein Mann = nie gemeinsam Urlaub/Wegfahren“. Ingrid M. kann das bestätigen: „So war es bei uns auch immer. Wenn man niemanden zum Aufpassen hat, muss man es so machen.“

Große regionale Unterschiede

Nach wie vor gibt es zu wenige Kinderbetreuungsplätze, oft mit kurzen Öffnungszeiten und zu vielen Schließtagen. Die großen Unterschiede zwischen dem Kinderbetreuungsangebot in Ballungszentren und im ländlichen Raum bezeichnet ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann als inakzeptabel. „Es braucht ein qualitativ hochwertiges Angebot, das es Eltern ermöglicht, einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen“. Die ÖGB-Frauen fordern einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz für jedes Kind ab dem 1. Lebensjahr.

Jedes Kind braucht einen Betreuungsplatz

Die Finanzierung des weiteren Ausbaus der Kinderbetreuung muss abgesichert und der Ausbau in allen Regionen rasch vorangetrieben werden - für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist das von zentraler Bedeutung“, insistiert Schumann. Berufstätige Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder einen guten und leistbaren Kinderbildungsplatz bekommen. Die Investitionen in die Kinderbetreuung rechnen sich doppelt, so die ÖGB-Vizepräsidentin: „Auf der einen Seite ist der Ausbau der Kinderbetreuung ein Jobmotor, der neue, gute und regionale Arbeitsplätze schafft und auf der anderen Seite ist jeder Euro, der in die Bildung unserer Kinder investiert wird, eine Investition in die Zukunft!“

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