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Katzian: AMS braucht für Kurzarbeit zusätzliche Mittel

Auswirkungen auf Wirtschaft unklar - Niemand soll an der Krise verdienen, aber allen soll geholfen werden.

Um die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus abzufedern, braucht das AMS mehr Geld. Das sagt ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian am 11. März im Morgenjournal auf Ö1.“Die 20 Millionen Euro, die derzeit für Kurzarbeit budgetiert sind, sind jedenfalls zu wenig. Die reichen gerade Mal für die AUA.“ In vielen Betrieben werde Kurzarbeit derzeit diskutiert. Es werde daher zumindest 150 Millionen Euro für die Kurzarbeit brauchen.

ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian im Ö1-Morgenjournal zu Corona und Kurzarbeit

„So wie wir Geld für andere wirtschaftliche Aktivitäten in die Hand nehmen, so müssen wir auch für die Kurzarbeit zusätzliches Geld investieren“, so der ÖGB-Präsident. „Umschichten beim AMS reicht nicht aus. Das würde nur dazu führen, dass andere wichtige arbeitsmarktpolitische Maßnahmen nicht durchgeführt werden können.“

Der AMS-Verwaltungsrat hat sich bereits für die Notwendigkeit der Aufstockung auf 150 Millionen Euro ausgesprochen. Katzian geht davon aus, dass auch die Bundesregierung beim Sozialpartnergipfel heute Nachmittag diese Zusage erteilt. Weitere Schritte werden beim Gipfel besprochen.

Kurzarbeit nur gemeinsam mit Gewerkschaften einführen

Im Rahmen der Wirtschaftskrise 2008/2009 wurde das Konzept der Kurzarbeit von den Sozialpartnern gemeinsam mit der damaligen Bundesregierung entwickelt und dieses System hat sich bewährt. „Es funktioniert deshalb gut, weil Maßnahmen eingebaut wurden, damit niemand sagen kann ‚Ah jetzt gibt es eine Krise, da gibt es Erleichterungen, da mache ich mir ein Körberlgeld‘“, betont Katzian.

„Niemand soll an der Krise verdienen, aber allen soll geholfen werden.“
Wolfgang Katzian

Die Vereinbarungen zur Kurzarbeit müssen auch von den Gewerkschaften unterschrieben werden und daran sei unbedingt festzuhalten. „Niemand soll an der Krise verdienen, aber allen soll geholfen werden“, verdeutlicht Katzian.

Eltern und Alleinerzieherinnen nicht alleine lassen

Derzeit gibt es noch keine Schließungen von Schulen und Kindergärten. Sollte diese Maßnahme aber zur Eindämmung des Coronavirus gesetzt werden, dürfen ArbeitnehmerInnen nicht alleine gelassen werden. „Es kann auf jeden Fall nicht sein, dass die Alleinerzieherin sich dann eine Woche Urlaub nehmen muss, um ihr Kind zu betreuen“, fordert Katzian. „Es kann nicht sein, dass es für Unternehmen Unterstützung gibt und für ArbeitnehmerInnen nicht – das werden wir nicht zulassen.“

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