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Die Corona-Krise darf nicht auf Kosten von Frauen gehen!

Petition fordert von Bundesregierung geschlechtergerechten Krisenfahrplan

Ohne den Einsatz von Frauen könnte das öffentliche Leben in Österreich in Zeiten der Corona-Krise kaum aufrechterhalten werden. Denn egal ob im Handel, im Pflege- und Gesundheitsbereich oder der Reinigungsbranche: Der überwiegende Teil der Beschäftigten ist weiblich – in Kindergärten sind es sogar über 90 Prozent. Mit dieser Arbeit, mit der sie andere Menschen pflegen und umsorgen, übernehmen Frauen Verantwortung und halten die Gesellschaft am Laufen“, betont auch Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende.

„Wir stünden jetzt vor einem Kollaps, wenn Frauen die absolut systemrelevanten Jobs sowie die Arbeit in der Pflege und Betreuung nicht übernehmen würden.“ Korinna Schumann

Während die Krankenpflegerinnen gemeinsam mit den Ärztinnen an vorderster Front im Kampf gegen Corona stehen, kümmern sich Lehrerinnen und Beschäftigte in elementaren Bildungseinrichtungen im Notbetrieb um die Kinder. Frauen, fühlen sich im Stich gelassen und wissen nicht, wie sie ihre Jobs, die Kinderbetreuung und die Bildungsarbeit unter einen Hut bringen sollen“, erklärt die ÖGB-Vizepräsidentin.

Jetzt Petition für mehr Geschlechtergerechtigkeit unterschreiben

Der Österreichische Frauenring hat gemeinsam mit dem Salzburger Frauenrat eine Initiative zur Unterstützung von Frauen während der Corona-Zeit ins Leben gerufen, die einen geschlechterpolitischen Krisenfahrplan von der Bundesregierung einfordert. Konkret geht es darin um:

  • Stärkung des Sozialstaates in Verbindung mit dem Ausbau öffentlicher, qualitativ hochwertiger und leistbarer Infrastruktur für die Bereiche Pflege sowie Gesundheit, Kinder- und Jugendbildung
  • Grundlegende Aufwertung und Neubewertung der bezahlten Arbeit in den systemrelevanten, frauendominierten Branchen und Berufen durch verstärkte Anhebung der Kollektivvertragslöhne
  • Erhöhung der Finanzmittel an die psychosozialen Beratungseinrichtungen im frauen-, arbeitsmarkt-, gesundheits- oder gewaltschutzpolitischen Bereich
  • Wiedereinführung des 50 Prozent-Ziels für Frauen im Rahmen des  arbeitsmarktpolitischen Förderbudgets
  • Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent und Verlängerung der Bezugsdauer sowie Erhöhung der Notstandshilfe
  • Unterstützende Sofortmaßnahmen für AlleinerzieherInnen und sonstige Gruppen, die existenzbedroht sind (etwa AsylwerberInnen und -berechtigte, obdachlose Menschen, etc.),
  • Ausgleichszahlungen für niedrige Einkommen, die durch die Kurzarbeit nochmals reduziert werden (Härtefond)
  • Verstärkter Traditionalisierung von Rollenbildern aktiv entgegenwirken

Krisen verstärken Ungleichheiten. Wir appellieren dringend an die Regierung, umgehend auch einen geschlechterpolitischen Krisenfahrplan zu entwerfen, ansonsten werden die langfristigen Folgen für Frauen fatal sein", betont auch Klaudia Frieben, Bundesfrauenvorsitzende der Gewerkschaft PRO-GE und Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings.

Hier geht’s zur Petition.

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