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Schlechtes Zeugnis für Bundesregierung

Es braucht mehr leistbare Betreuungsangebote für Kinder in den Sommerferien

ÖGB Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Korinna Schumann stellt der Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis für die Ferienbetreuung aus
ÖGB Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Korinna Schumann ÖGB Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Korinna Schumann stellt der Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis für die Ferienbetreuung aus

Die Sommerferien sind da und der Betreuungscountdown ist abgelaufen. Viele Eltern wissen nach wie vor nicht, wie sie die Betreuung ihrer Kinder neun Wochen lang sicherstellen sollen. Aufgrund der Corona-Krise haben viele in den letzten Wochen Urlaub vorziehen müssen, um ihre Kinder zu betreuen, und daher keine freien Tage mehr übrig.

Update: 2. Juli 2020

Die Gewerkschafstfrauen haben seit Wochen auf diese dringliche Problematik hingewiesen und einen flächendeckenden Ausbau kostengünstiger Betreuungsangebote gefordert. "Passiert ist viel zu wenig. Wir müssen der Bundesregierung daher ein schlechtes Zeugnis ausstellen“, sagt ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzende Korinna Schumann anlässlich des Ferienbeginns.

Die Ankündigung der Familienministerin, dass Expertinnen und Experten Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie erarbeiten werden, nimmt die VizepräsidentIn mit Skepsis zur Kenntnis: „Gerade die Coronakrise hat einmal mehr bewiesen, wie groß der Handlungsbedarf ist. 

Es braucht rasche Lösungen. Wir bleiben dran und kämpfen weiterhin für flächendeckende und kostengünstige Ferienbetreuung für alle Kinder in Österreich, um Eltern zu entlasten und Kindern schöne Ferien zu ermöglichen."

Der Betreuungscountdown läuft Viele Eltern wissen nach wie vor nicht, wie sie die Betreuung ihrer Kinder neun Wochen lang sicherstellen sollen.

Es braucht jetzt leistbare Betreuungsangebote in ganz Österreich, um dem massiven Mehrbedarf gerecht zu werden“, betont ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzende Korinna Schumann gemeinsam mit den Gewerkschaftsfrauen. Der Bund muss jetzt hier einspringen und die Kosten übernehmen. 

Summer City Camps in Wien

In Wien werden beispielsweise die sogenannten Summer City Camps angeboten. Neben dem Lernprogramm bieten die Camps auch spannende Freizeitaktivitäten an 34 Standorten in ganz Wien für rund 23.000 Kinder. Ein ähnlich kostengünstiges und vor allem flächendeckendes Angebot wäre für ganz Österreich sinnvoll.

Facebook-Community unterstützt Forderung nach mehr Angebot für Kinderbetreuung

Viele Eltern haben während der Corona-Krise bereits viele Urlaubstage für Kinderbetreuung aufgebraucht. Die nahenden Sommermonate stellen sie somit vor eine enorme Herausforderung. Ob Eltern deshalb im Sommer mehr Unterstützung von der Bundesregierung verdient hätten, haben wir die ÖGB-Facebook-Community gefragt. Die Antwort ist eindeutig: 85 Prozent der 776 TeilnehmerInnen der Umfrage haben die Frage mit „Ja“ beantwortet. Auf Instagram stimmten von 114 Personen sogar 89 Prozent zu. Lediglich 15 bzw. 11 Prozent waren nicht dieser Meinung.

Mehrfachbelastung für Frauen

Speziell Frauen hätten in den letzten Wochen im Stillen neben ihren Jobs auch die Bildungsarbeit bzw. Kinderbetreuung übernommen. Viele Kinder mussten dabei unter erschwerten Bedingungen lernen und hinken im Stoff hinterher. „Die Situation war für Eltern und Kinder enorm belastend. Familien haben keine finanziellen Ressourcen für kostspielige Kinderbetreuung übrig und brauchen dringend Unterstützung. Es gibt bereits sehr gute Angebote wie die Summer City Camps in Wien – solche Programme müssen jetzt flächendeckend ausgeweitet werden“, so Schumann

„Es braucht jetzt leistbare Betreuungsangebote in ganz Österreich, um dem massiven Mehrbedarf gerecht zu werden. Der Betreuungscountdown läuft." Korinna Schumann

Frauen dürfen nicht die Leidtragenden der Krise sein

Frauen mussten bereits massiv Arbeitszeit reduzieren, um die Kinderbetreuung überhaupt stemmen zu können. Angesichts der bevorstehenden Sommerferien fürchten sie um ihre Jobs. „Eine noch höhere Arbeitslosigkeit muss unbedingt vermieden werden, knapp 250.000 Frauen in Österreich sind bereits arbeitslos gemeldet. Frauen dürfen nicht die Leidtragenden der Krise sein“, so Schumann im Hinblick auf die gestern veröffentlichten Arbeitslosenzahlen.

Alle Informationen unter betreuung.oegb.at.
 

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