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10 Punkte für mehr Schutz in Produktionsbetrieben

Alle nicht dringlichen Tätigkeiten müssen aufgeschoben werden

Viele ArbeiterInnen, die gerade jetzt dazu beitragen, dass das Land mit den wichtigsten Waren versorgt wird und notwendige Instandhaltungsaufgaben übernehmen, sind vor dem Coronavirus nicht ausreichend geschützt. Deshalb fordert die Produktionsgewerkschaft (PRO-GE), alle nicht dringlichen Tätigkeiten aufzuschieben und nennt zehn Punkte für besseren Schutz der ArbeitnehmerInnen. 

Die Beschwerden häufen sich 

"Bei uns häufen sich die Beschwerden über unzureichende Schutzmaßnahmen in einigen Produktionsbetrieben”, unterstreicht der Vorsitzende der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE), Rainer Wimmer. Er fordert die Arbeitgeber auf, zum Schutz der Gesundheit der ArbeiterInnen sämtliche Tätigkeiten in der Produktion auf ihre Dringlichkeit hin zu prüfen und aufschiebbare Tätigkeiten auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen. ArbeiterInnen, die einer Risikogruppe angehören (chronisch Kranke, Schwangere und Menschen über 60) sollten – unter Fortzahlung des Entgelts – dienstfrei gestellt werden. 

Um Beschäftigten und BetriebsrätInnen eine Orientierung zu bieten, hat die PRO-GE zehn Punkte für mehr Schutz in Produktionsbetrieben zusammengestellt und ruft auf, sich dafür einzusetzen, dass die Unternehmen ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen. 

Zehn Punkte für mehr Schutz in Produktionsbetrieben 

1. Teamarbeit soll so gestaltet werden, dass einzelne Teams unter sich bleiben und es zu keiner Durchmischung mehrerer Gruppen kommt. 

2. Teambesprechungen in größeren Gruppen vermeiden (Auf Mindestabstand von ein bis zwei Metern achten). 

3. Verstärkte Information der Beschäftigten über betriebliche Maßnahmen und Hygienevorschriften. (Persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung stellen). 

4. Durch versetzten Beginn bzw. versetztes Ende der Arbeitszeit kann vermieden werden, dass sich viele Beschäftigte gleichzeitig in einem Bereich aufhalten müssen. 

5. Anzahl der Beschäftigten während Schichtübergabe ist zu reduzieren. 

6. Von Fahrgemeinschaften ist abzuraten. 

7. Gestaffelte Nutzung von Waschräumen bzw. Umkleidekabinen kann das Ansteckungsrisiko minimieren. 

8. Beschäftigte sollten auch ihre Pausen gestaffelt antreten können. Auch zusätzliche Ausweichräume können das unterstützen. 

9. In den Kantinen dürfen Beschäftigte das Besteck nicht nehmen. Das Besteck muss verpackt bzw. gereicht werden.  

10. Die Sitzgelegenheiten in Kantinen sollten so gestellt sein, dass Mindestabstand von ein bis zwei Metern eingehalten wird. 

Weitere Informationen: www.proge.at  

 

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