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Burgenland

Arbeiten bei Kälte

Arbeitsrechtliche Bestimmungen für Arbeiten bei frostigen Temperaturen

„Die angekündigte Kältewelle und die starken Schneefälle in den vergangenen Tagen können Beeinträchtigungen für ArbeitnehmerInnen bedeuten. In beiden Fällen gibt es arbeitsrechtliche Bestimmungen, die sowohl von Dienstgebern als auch von Dienstnehmern einzuhalten sind“, erklärt ÖGB-Landesvorsitzender Erich Mauersics.

Das Arbeiten vor allem im Freien bei arktischen Temperaturen kann für ArbeitnehmerInnen unangenehm werden. In erster Linie ist darauf zu achten, dass die Temperatureinflüsse so gering wie möglich gehalten werden. Im zweiten Schritt sind technische und organisatorische Maßnahmen (z. B. Windschutz, Stapler mit beheizbarem Sitz, Aufwärmzeiten, etc.) zu treffen. Erst als letzte Möglichkeit hat der Einsatz der persönlichen Schutzausrüstung zu erfolgen. Hier sind Sicherheitsfachkraft, ArbeitsmedizinerIn, Betriebsrat und Sicherheitsvertrauensperson mit einzubeziehen. Für werdende Mütter gilt ein generelles Beschäftigungsverbot ab -5° C.
Schutzkleidung, Wetter- und Kälteschutzkleidung müssen von den ArbeitgeberInnen zur Verfügung gestellt werden. Wenn notwendig, muss auch eine Ausrüstung zum Wechseln vorhanden sein.

In der Baubranche gilt in diesem Fall die Schlechtwetterregelung. Diese besagt, dass Schlechtwetter dann vorliegt, wenn Regen, Schnee, Eis, Frost und Hitze so stark sind, dass die Arbeit nicht verrichtet, zugemutet oder fortgesetzt werden kann. Der Betrieb entscheidet nach Anhörung des Betriebsrats, ob die Arbeit einzustellen ist. Die ArbeitnehmerInnen sind verpflichtet, auch andere zumutbaren Arbeiten zu übernehmen. Die ArbeitnehmerInnen haben maximal drei Stunden an der Arbeitsstelle – in geeigneten Unterkünften –zu warten, ob eine Wetterbesserung eintritt. Für die Zeit der Schlechtwetterregelung erhalten die ArbeitnehmerInnen 60 Prozent vom Ist-Lohn. Informationen unter www.buak.at.

„Schaffen es ArbeitnehmerInnen aufgrund von Naturereignissen wie starken Schneefällen nicht rechtzeitig oder gar nicht in die Arbeit, muss Ihnen Ihr Gehalt oder Lohn unter gewissen Voraussetzungen trotzdem bezahlt werden. Das gilt sowohl für Angestellte als auch Für ArbeiterInnen“ so Mauersics.

Voraussetzung ist, dass man alles Zumutbare unternommen hat, um seinen Dienst anzutreten, und dass der Arbeitgeber verständigt wurde. Das Gleiche gilt für den Fall, dass Kindergarten oder Schule wegen des Unwetters geschlossen bleiben, und Eltern die Kinderbetreuung übernehmen müssen. Genauere Informationen unter www.oegb.at.

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