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Burgenland

Gefährlicher Einkommensunterschied

ÖGB-Frauen fordern bessere Rahmenbedingungen für Frauen

„Die Lohnschere zwischen Frauen und Männern schließt sich seit Jahren – jedoch schließt sie sich zu langsam. In den vergangenen 12 Jahren hat sich der Equal Pay Day im Burgenland um einen Monat verbessert. Erstmals einen großen Sprung gibt es in diesem Jahr, wo sich der Equal Pay Day um sechs Tage verschoben hat. Wir führen das auf unser kontinuierliches Fordern zurück“, erklärt ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Hannelore Binder.

Erstmals greifen die Maßnahmen wie die Einführung von 1.500 Euro Mindestlohn in vielen Kollektivverträgen der Niedriglohnbranchen, die Frauenquote wird in manchen Betrieben berücksichtigt, aber auch die verpflichtenden Einkommensberichte in großen Firmen helfen.

Der Equal Pay Day fällt heuer im Burgenland auf den 22. Oktober 2018. Ab diesem Tag arbeiten Frauen bis zum Ende des Jahres „gratis“, weil sie aufgrund der geringeren Bezahlung für die gleiche Arbeit weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Das Burgenland liegt nach Wien an guter zweiter Stelle. Der Einkommensunterschied im Burgenland beträgt trotzdem noch immer 19,5 Prozent oder 9.664 Euro.

„Wichtig wäre es daher, nicht länger über die Lohnunterschiede zu sprechen, sondern weitere Veränderungen einzuleiten“, erklärt Binder und meint damit folgende Punkte:
• Flächendeckende, leistbare und vor allem qualitativ hochwertige Kinderbildungseinrichtungen, mit Öffnungszeiten, die ein Vollzeitbeschäftigung ermöglichen.
• Verpflichtende Einkommensberichte in Unternehmen ab 100 ArbeitnehmerInnen sowie die Ausweitung auf alle Dienstgeber (z.B. auch Länder und Gemeinden)
• Ein KV-Mindesteinkommen von 1.700 Euro bei Vollzeitbeschäftigung
• „Gleicher Stundenlohn“ für Vollzeit- und Teilzeitarbeitskräfte (z.B. Zuschläge, Zulagen, etc.)
• Die volle gesetzliche Anrechnung der Eltern-, Pflege- und Familienhospizkarenzzeiten auf alle dienstzeitabhängigen Ansprüche
• Ein Lohntransparenzgesetz für die innerbetriebliche Offenlegung der Gehälter und Löhne, um das Individualrecht zu stärken.

„Wir befürchten für die kommenden Jahre wieder schlechtere Ergebnisse beim EPD, denn das neue Arbeitszeitgesetz ist dem Schließen der Einkommensschere nicht besonders förderlich. Das Gesetz wird noch mehr burgenländische Frauen in Teilzeit drängen, da es mit einem 12-Stunden-Tag noch schwieriger wird, die Betreuungspflichten wahrzunehmen. Zu den überlangen Arbeitszeiten kommen noch langer Anfahrtswege und fehlender Planbarkeit. Und wir wissen alle, dass die Teilzeitfalle ganz erheblich für Einkommensunterschiede verantwortlich ist“, gibt Binder abschließend zu bedenken.

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